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Heizzentrale und Kaskade in Berlin

Ab einer bestimmten Größe wird aus einem Kessel eine Zentrale: mehrere Geräte in Kaskade, Speicher, Weiche und eine Regelung, die sie führt. Das bauen wir vom Mehrfamilienhaus bis zum Quartier.

Die Anfrage läuft in 6 Schritten. Eine Option wählen Sie mit der Eingabetaste oder der Leertaste; danach öffnet sich der nächste Schritt.

Schritt 1 von 6
Welches System soll es werden?

Wählen Sie, was Ihrem Vorhaben am nächsten kommt. Ob es wirklich passt, klären wir vor Ort.

Um welches Objekt geht es?

Eine grobe Einordnung genügt. Die Heizlast rechnen wir später.

Was heizt heute?

Mehrfachauswahl, falls es mehrere Anlagen gibt.

Was ist Ihnen am wichtigsten?

Nur als Richtung. Die Abwägung machen wir gemeinsam.

Wann soll es losgehen?

Damit wir wissen, wie wir planen.

Wohin dürfen wir antworten?

Wir melden uns und machen einen Termin für die Bestandsaufnahme vor Ort, meist innerhalb eines Werktags.

Telefon oder E-Mail — eines von beiden genügt, damit wir uns bei Ihnen melden können.

Oder rufen Sie an: 030 2192 8018, Mo–Fr 7–17 Uhr

Wann aus einem Kessel eine Zentrale wird

Bis etwa 50 Kilowatt ist eine Heizung ein Gerät mit einem Speicher daneben. Darüber ändert sich die Bauform: Statt eines großen Erzeugers stehen mehrere kleinere nebeneinander, dazu eine hydraulische Weiche, ein Pufferspeicher, eine getrennte Warmwasserbereitung und eine Regelung, die das Ganze führt. Das ist eine Heizzentrale, und in Berlin steht sie in Mehrfamilienhäusern, Gewerbeobjekten und Quartieren.

Der Grund für die Aufteilung ist einfach und wird trotzdem oft übersehen. Ein Haus braucht an wenigen Tagen im Jahr die volle Leistung und die meiste Zeit einen Bruchteil davon. Ein großes Gerät läuft in dieser Zeit im Takt: anspringen, kurz heizen, abschalten, wieder anspringen. Das kostet Wirkungsgrad und Lebensdauer. Eine Kaskade schaltet stattdessen Geräte zu und ab und arbeitet dadurch fast immer in einem guten Betriebspunkt.

Der zweite Grund: ein Ausfall legt nicht das Haus lahm

In einem Mietshaus ist eine kalte Wohnung kein Komfortproblem, sondern ein Mangel. Fällt der einzige Kessel aus, steht das ganze Haus, und zwar so lange, bis ein Ersatzteil da ist. Fällt bei drei Geräten eines aus, tragen die beiden anderen weiter, meist ohne dass es jemand merkt. Der Betrieb bleibt, die Reparatur wird zum Termin statt zum Notfall.

Diese Redundanz gibt es nicht umsonst: Drei Geräte kosten mehr als eines und brauchen mehr Platz und mehr Anschlüsse. In einem Haus mit zwölf Wohnungen wiegt das der erste kalte Winterabend wieder auf.

Gas, Wärmepumpe oder beides

Gas-Brennwertkaskade. Der kompakte Weg: wenig Platz, geringe Anschlussleistung beim Strom, kurze Lieferzeiten. Sie bleibt zulässig, und für neu eingebaute Heizungen gelten die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an den Anteil erneuerbarer Energie nach den Fristen der Berliner Wärmeplanung. Was daraus für ein konkretes Objekt folgt, wird im Angebot benannt und nicht über den Daumen gepeilt.

Wärmepumpenkaskade. Mehrere Luft-Wasser-Geräte, meist auf dem Dach oder im Hof. Sie braucht Platz, einen tragfähigen Untergrund, einen Schallnachweis zur Nachbarbebauung und eine ausreichende elektrische Anschlussleistung. Dafür sind die laufenden Kosten niedriger, und für die Wärmepumpe gibt es eine Förderung der KfW, die nach heutigem Stand bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erreichen kann; der Antrag für die Wärmepumpe muss vor dem Auftrag gestellt sein.

Beides zusammen. Die Wärmepumpe deckt die Grundlast über den größten Teil des Jahres, die Gaskaskade die wenigen sehr kalten Tage und, wo nötig, die Spitzen bei der Warmwasserbereitung. Das hält die elektrische Anschlussleistung klein und ist in Häusern mit hoher Vorlauftemperatur oft der einzige Weg, der ohne Umbau der Heizflächen auskommt.

Was zu einer Zentrale gehört

Die Erzeuger in Kaskade. Eine hydraulische Weiche, die den Erzeugerkreis vom Verteilkreis trennt. Ein Pufferspeicher, bei Wärmepumpen größer, weil er die Sperrzeiten des Netzbetreibers überbrückt. Die Warmwasserbereitung mit Speicher oder Frischwasserstation, Zirkulation und dem Nachweis für den Legionellenschutz. Eine witterungsgeführte Regelung mit Fernzugriff, damit eine Störung sichtbar wird, bevor das Telefon klingelt. Und eine Verteilung, die zu den Strängen im Haus passt, samt hydraulischem Abgleich.

Was es kostet

Aufgabe Spanne, eingebaut und brutto
Gas-Brennwertkaskade, 60 bis 150 kW 30.000 bis 80.000 €
Wärmepumpenkaskade, 60 bis 150 kW 60.000 bis 140.000 €
Hybridzentrale aus Wärmepumpe und Gas 55.000 bis 120.000 €
Pufferspeicher und hydraulische Weiche 4.000 bis 14.000 €
Warmwasser: Speicher oder Frischwasserstation 6.000 bis 18.000 €
Mobile Heizzentrale für die Bauzeit 150 bis 400 € je Tag

Erfahrungswerte für Berliner Objekte, keine Angebote. Größere Anlagen und Quartiersnetze rechnen wir einzeln. Der Festpreis steht nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin im Angebot, aufgeschlüsselt nach Gerät, Material und Arbeit.

Der Ablauf

Der Vor-Ort-Termin im Heizungskeller dauert eine bis zwei Stunden und kostet nichts. Wir nehmen die vorhandene Anlage auf, messen den Platz, sehen uns Schornstein oder möglichen Aufstellort der Außeneinheiten an, prüfen die Elektroverteilung und lesen die Verbrauchsabrechnungen der letzten drei Jahre mit. Daraus kommt die Heizlast, und aus der Heizlast die Aufteilung der Kaskade.

Danach folgt ein schriftliches Angebot mit Festpreis, in dem Instandsetzung und Modernisierung getrennt ausgewiesen sind. Vom Auftrag bis zum Baubeginn vergehen je nach Gerät, Förderantrag und Netzanmeldung acht bis sechzehn Wochen, die Arbeiten selbst dauern fünf bis zehn Tage. Wo eine Unterbrechung nicht hinnehmbar ist, stellen wir für die Bauzeit eine mobile Heizzentrale davor.

Gebaut wird in ganz Berlin und im näheren Umland, vom Mehrfamilienhaus bis zum Gewerbeobjekt.

Häufige Fragen

Was ist eine Kaskade und warum baut man sie?

Eine Kaskade sind mehrere kleinere Wärmeerzeuger, die zusammen die Leistung eines großen ergeben und von einer gemeinsamen Regelung geführt werden. Der Grund ist der Teillastbetrieb: Ein Haus braucht an drei Tagen im Jahr die volle Leistung und an dreihundert einen Bruchteil davon. Ein einzelnes großes Gerät taktet dabei, eine Kaskade schaltet stattdessen Geräte zu und ab und läuft dadurch ruhiger, sparsamer und länger.

Was kostet eine Heizzentrale?

Für ein Mehrfamilienhaus mit 60 bis 150 Kilowatt liegen wir erfahrungsgemäß bei 30.000 bis 80.000 Euro, eingebaut und brutto, einschließlich Kaskade, Speicher, hydraulischer Weiche, Regelung und Anbindung an die vorhandene Verteilung. Größere Zentralen und Quartierslösungen rechnen wir einzeln. Der Festpreis steht nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin im Angebot.

Fällt bei einer Kaskade das ganze Haus aus, wenn ein Gerät streikt?

Nein, und das ist neben dem Teillastbetrieb der zweite Grund für diese Bauform. Fällt eines von drei Geräten aus, tragen die beiden anderen das Haus weiter, meist ohne dass die Bewohner es merken. Bei einem einzelnen großen Kessel steht in diesem Fall das ganze Haus. Für ein Mietshaus ist dieser Unterschied handfest, weil eine kalte Wohnung ein Mangel ist.

Geht eine Kaskade auch mit Wärmepumpen?

Ja, und im Mehrfamilienhaus ist das inzwischen der Regelfall, wenn Platz für die Außeneinheiten da ist. Mehrere Luft-Wasser-Geräte arbeiten in Kaskade wie Kessel, mit demselben Vorteil im Teillastbetrieb. Zu klären sind Aufstellort und Schall, der Netzanschluss für die elektrische Leistung und die Vorlauftemperatur, die das Haus braucht. Die Förderung für die Wärmepumpe gilt auch für Kaskaden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist eine hydraulische Weiche und brauche ich sie?

Sie entkoppelt den Wasserkreis der Wärmeerzeuger vom Kreis der Heizflächen, sodass beide mit der Wassermenge fahren können, die zu ihnen passt. In einer Kaskade ist das fast immer nötig, weil die Erzeuger je nach Schaltzustand verschiedene Mengen brauchen und die Verteilung im Haus eine konstante will. Ohne Weiche laufen Pumpen gegeneinander, und die Geräte gehen auf Störung.

Wie groß muss der Pufferspeicher sein?

Bei einer Gaskaskade genügt oft ein kleiner Speicher zur Entkopplung, bei einer Wärmepumpenkaskade ist er größer und trägt zusätzlich die Sperrzeiten des Netzbetreibers. Als Richtwert rechnen wir bei Wärmepumpen mit 20 bis 50 Litern je Kilowatt Heizleistung, bei Gasgeräten deutlich weniger. Wie es im Einzelfall aussieht, steht unter [Größe des Pufferspeichers](/pufferspeicher-groesse-berechnen/).

Wie wird das Warmwasser in einer Zentrale bereitet?

Entweder über einen Speicher mit Ladeschaltung oder über eine Frischwasserstation, die erst beim Zapfen erwärmt. In größeren Anlagen gelten die Regeln zum Legionellenschutz: Der Speicherinhalt wird auf mindestens 60 Grad gebracht, die Zirkulation darf um höchstens fünf Kelvin abkühlen, und es sind Probenahmestellen vorzusehen. Wir planen das mit ein, statt es später nachzurüsten.

Wie lange dauert der Bau einer Heizzentrale?

Im Mehrfamilienhaus meist fünf bis zehn Arbeitstage, bei größeren Anlagen länger. Ohne Wärme ist das Haus dabei ein bis drei Tage; wo das nicht hinnehmbar ist, setzen wir für die Bauzeit eine mobile Heizzentrale davor. Vom Anruf bis zum Baubeginn vergehen je nach Gerät und Genehmigungen acht bis sechzehn Wochen.

Arbeitet ihr auch für Quartiere mit mehreren Gebäuden?

Ja. Dann kommt zur Zentrale das Nahwärmenetz zwischen den Häusern, mit Trasse, Hausübergabestationen und einer Abrechnung je Gebäude. Solche Vorhaben rechnen wir in Abschnitten, damit die Bauzeit planbar bleibt und nicht alle Häuser gleichzeitig ohne Wärme sind.

Wer entscheidet in einer Eigentümergemeinschaft über die Zentrale?

Die Eigentümerversammlung, denn die Anlage ist Gemeinschaftseigentum. Wir liefern die Unterlagen so, dass sie dort vorgelegt werden können, und trennen im Angebot Instandsetzung von Modernisierung, weil die Kosten unterschiedlich getragen werden. Wie so ein Beschluss abläuft, steht unter [Heizung in der Eigentümergemeinschaft](/heizung-eigentuemergemeinschaft/).

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