Was eine neue Heizung in Königs Wusterhausen meistens bedeutet
Königs Wusterhausen ist Stadt und Seenlandschaft zugleich. Um die Kernstadt mit Schloss und Funkerberg liegen Ortsteile, die eher dörflich geblieben sind, und dazwischen Wasser: Krüpelsee, Zernsee, Notte- und Dahmeniederung. Der Bestand ist entsprechend gemischt, von DDR-Wohnblocks über Eigenheime der neunziger Jahre bis zu Häusern am Wasser, die als Wochenenddomizil gebaut und später dauerhaft bezogen wurden.
Zwei örtliche Umstände prägen die Heizungsfrage stärker als anderswo. Erstens endet das Gasnetz in mehreren Ortsteilen, sodass dort mit Öl oder Flüssiggas geheizt wird. Zweitens steht das Grundwasser vielerorts so hoch, dass eine Bauform in Betracht kommt, die in Berlin selten ist: die Wärmepumpe, die ihre Wärme aus dem Grundwasser holt.
Wärme aus dem Grundwasser
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeitet mit zwei Brunnen. Der eine fördert Grundwasser, der Wärmetauscher entzieht ihm einige Grad, der andere leitet es wieder ein. Weil Grundwasser das ganze Jahr über rund 8 bis 12 Grad hat, bleibt die Arbeitszahl im Winter stabil, statt mit der Außentemperatur zu fallen. Das ist der Unterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe, und er zeigt sich genau dann, wenn es kalt ist.
Der Preis dafür ist der Aufwand vorher. Entnahme und Wiedereinleitung sind wasserrechtlich erlaubnispflichtig; zuständig ist die untere Wasserbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald. Üblich sind ein Pumpversuch und eine Wasseranalyse, denn eisen- und manganhaltiges Wasser setzt Wärmetauscher zu. Wo die Analyse gut ausfällt und der Grundwasserstand passt, ist das die sparsamste Anlage, die hier gebaut werden kann. Wo nicht, bleibt die Luft-Wasser- Wärmepumpe, und die ist keine schlechte zweite Wahl, sondern in den meisten Häusern die richtige.
Wo das Gasnetz endet
In der Kernstadt und entlang der Hauptachsen liegt Gas, in Senzig, Kablow, Wernsdorf und Teilen von Niederlehme nicht durchgehend. Für die Rechnung macht das einen großen Unterschied: Wer heute Heizöl oder Flüssiggas kauft, vergleicht mit einem anderen Preis als jemand mit Gasanschluss, und der Abstand zur Wärmepumpe wird dadurch größer. Die Netzauskunft des Versorgers steht deshalb am Anfang und nicht am Ende.
Was wir beim ersten Termin prüfen
Die vorhandene Anlage und, bei Öl oder Flüssiggas, den Tank. Den Aufstellort im Freien mit Abstand, Untergrund und Nachbarfenstern. Die Elektroverteilung, denn ohne eigenen Stromkreis und eine passende Absicherung läuft keine Wärmepumpe an. Die Heizkörper Raum für Raum. Bei Häusern in Wassernähe zusätzlich die Frage nach dem Grundwasserstand, weil sie über die Bauform entscheidet.
Wir fragen nach dem Verbrauch der letzten drei Jahre. Bei Häusern, die früher nur am Wochenende beheizt wurden, hilft er allerdings wenig; dort rechnen wir die Heizlast aus dem Gebäude, statt sie aus der Vergangenheit abzuleiten.
Drei Ausgangslagen vor Ort
Die erste ist das Eigenheim der neunziger Jahre in der Kernstadt oder in Zeesen, gedämmt, mit Gas- oder Ölkessel und Garten. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe passt meist ohne größeren Umbau.
Die zweite ist das Haus am Wasser in Niederlehme oder Senzig, ursprünglich als Wochenendhaus gebaut, heute dauerhaft bewohnt. Hier stimmt die alte Auslegung selten, und die Heizlast wird neu gerechnet. Steht das Grundwasser hoch und ist die Analyse gut, ist das der Fall, in dem sich die Wasser-Wasser-Anlage lohnt.
Die dritte ist der Wohnblock aus DDR-Zeiten mit Zentralanlage im Keller. Steigstränge und Heizkörper liegen, getauscht werden Kessel, Speicher und Hydraulik, und entschieden wird in der Eigentümerversammlung oder bei der Genossenschaft.
Was es in Königs Wusterhausen kostet
| Aufgabe | Spanne, eingebaut und brutto |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus | 25.000 bis 45.000 € |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit zwei Brunnen | ab 30.000 € |
| Erdwärmepumpe mit Bohrung | 35.000 bis 55.000 € |
| Gas-Brennwertkessel als Ersatz | 9.000 bis 16.000 € |
| Zentralanlage im Wohnblock | ab 16.000 € |
| Öl- oder Flüssiggastank stilllegen | 1.500 bis 4.000 € |
Erfahrungswerte, keine Angebote. Nicht enthalten sind Pumpversuch und Wasseranalyse, die bei einer Wasser-Wasser-Anlage vor der Erlaubnis anfallen; sie stehen gesondert im Angebot.
Zuschuss für die Wärmepumpe in Königs Wusterhausen
Die Förderung für die Wärmepumpe kommt von der KfW und gilt bundesweit, für die Luft-Wasser-Anlage ebenso wie für die Wasser-Wasser-Anlage. Nach heutigem Stand sind bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erreichbar: Grundförderung, der Bonus für die schnelle Ablösung einer alten Öl- oder Gasheizung und der Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer. Der Antrag für die Wärmepumpe muss vor dem Auftrag gestellt sein; üblich ist ein Vertrag, der erst mit der Zusage wirksam wird.
Ablauf und Zeitplan
Beim Brennwertkessel liegen zwischen Anruf und Einbau zwei bis vier Wochen, bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe acht bis zwölf. Bei einer Wasser-Wasser-Anlage sind es eher zwölf bis zwanzig, weil Pumpversuch, Analyse und wasserrechtliche Erlaubnis vorausgehen. Für den Termin im Keller berechnen wir nichts; das Angebot danach nennt einen Festpreis. Den Ablauf Woche für Woche zeigt Ablauf des Heizungstauschs.
Einsatzgebiet: Königs Wusterhausen und die Nachbarn
Gebaut wird in der ganzen Stadt, von der Kernstadt am Funkerberg über Zeesen und Niederlehme bis Senzig, Kablow und Wernsdorf. In der Nachbarschaft arbeiten wir in Köpenick, in Schönefeld und in Treptow.