Eine neue Heizung in Spandau heißt meist: Öl raus, oder Therme tauschen
Spandau hat im Westen der Stadt die meisten Einfamilienhäuser, und viele davon heizen noch mit Öl. In Kladow, Gatow und Staaken stehen Kessel aus den 1990er Jahren im Keller, oft neben einem Tank von 3.000 bis 6.000 Litern, und in Teilen von Gatow und Kladow liegt bis heute kein Gasnetz. Die zweite große Aufgabe liegt in der Wasserstadt Oberhavel: Die Wohnungen dort wurden ab Mitte der 1990er mit Gasthermen gebaut, die jetzt 25 bis 30 Jahre alt sind und gleichzeitig fällig werden.
Dazu kommen drei Bestände mit eigenen Regeln: die Großsiedlungen im Falkenhagener Feld und an der Heerstraße Nord mit Fernwärme, die Altstadt mit ihren denkmalgeschützten Häusern und die Siedlung Siemensstadt als Welterbe. Wir bauen in allen, vom Thermentausch in einem Tag bis zur Wärmepumpe mit Erdsonde.
Was wir in Kladow, Staaken und der Wasserstadt zuerst prüfen
Die erste Frage in Spandau lautet: Liegt Gas an der Straße? Davon hängt ab, ob wir über eine Wärmepumpe, über Pellet oder auch über einen Gaskessel reden. Deshalb kommen wir zuerst vorbei, ohne Rechnung für den Besuch, und sehen uns Kessel, Tank und Grundstück an. Wo könnte eine Außeneinheit stehen, ohne den Nachbarn zu wecken? Kommt ein Bohrgerät durch die Einfahrt? Reicht der Hausanschluss? In der Wasserstadt geht es stattdessen um die Therme, das Luft-Abgas-System im Schacht und die Frage, ob die Eigentümergemeinschaft schon über Zentralisierung redet.
Die Heizlast schätzen wir aus Fläche, Baujahr und Fenstern ab, das Warmwasser und die Förderfähigkeit nehmen wir mit auf. Ein paar Tage später liegt das Angebot bei Ihnen, schriftlich, mit einem Preis, der bis zum Einbau gilt, und mit der Förderung nach Stand 2026 in Euro. Am Telefon gibt es keine Zahl, weil in Spandau die Gasfrage zwei völlig verschiedene Anlagen bedeuten kann.
Drei Spandauer Ausgangslagen
Das Haus mit Öl in Kladow
Ein freistehendes Haus in der Nähe des Kladower Damms oder in den Straßen zum Groß Glienicker See hin, gebaut Anfang der 1970er, 140 bis 160 Quadratmeter, Heizkörper, teils Fußbodenheizung im angebauten Wintergarten. Im Keller ein Ölkessel von 1994 und ein Batterietank mit 4.000 Litern. Gas liegt nicht an der Straße. Das Grundstück hat 800 Quadratmeter und einen Aufstellort für die Außeneinheit an der Garagenwand, weit weg vom Nachbarn.
Hier ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der Regelfall, oft mit einer Erdsonde als Alternative, weil das Grundstück groß genug ist. Der Tankraum wird frei. Wie der Tank rauskommt und was aus dem Restöl wird, beschreibt Ölheizung ersetzen; wie sich die Anlage für die Familie dimensionieren lässt, Heizung im Einfamilienhaus.
Die Therme in der Wasserstadt Oberhavel
Eine Dreizimmerwohnung an der Rauchstraße oder am Havelufer, gebaut 1997, 85 Quadratmeter, Gastherme im Abstellraum, Warmwasser im Durchlauf, Abgasführung über ein Luft-Abgas-System im Schacht, das mehrere Wohnungen teilen. Die Therme ist 29 Jahre alt, der Wärmetauscher verkalkt, und die Eigentümergemeinschaft hat noch keine Entscheidung zur Zentralisierung getroffen.
Der übliche Weg ist der Tausch 1:1 gegen eine Brennwerttherme, was bei den Abgassystemen der 1990er meist ohne neuen Schacht geht, wenn das System für Brennwert zugelassen ist. Das prüfen wir vor Ort.
Der Fernwärmeblock im Falkenhagener Feld
Ein Wohnblock an der Falkenseer Chaussee oder im Spektefeld, gebaut Ende der 1960er, 60 Wohnungen, Fernwärme mit Übergabestation im Keller, zentrales Warmwasser. Die Station stammt aus einer Sanierung der 1990er, die Pumpen sind ungeregelt, der hydraulische Abgleich wurde nie gemacht. Die Aufgabe ist hier selten der Ausstieg aus der Fernwärme, sondern die Erneuerung von Übergabestation, Pumpen und Warmwasserbereitung. Ob eine eigene Anlage jemals mithalten könnte, haben wir bei Fernwärme oder eigene Heizung mit Zahlen durchgespielt.
Warum der Bestand in Spandau so aussieht
Spandau war bis 1920 eine eigene Stadt mit Festung und Altstadt, und die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und Kirchen ist bis heute kleinteilig und denkmalgeschützt. Siemensstadt entstand ab 1900 als Werkssiedlung und bekam zwischen 1929 und 1931 die Großsiedlung, die heute Welterbe ist. Kladow, Gatow und Staaken blieben Dörfer, in denen ab den 1920er Jahren Siedlungshäuser und ab den 1960ern Einfamilienhäuser mit Ölheizung gebaut wurden, weil das Gasnetz die Ränder der Stadt nie ganz erreichte.
Nach dem Krieg folgten die Großsiedlungen: das Falkenhagener Feld ab 1962, die Heerstraße Nord ab 1966, beide mit Fernwärme geplant, aus Kraftwerken, die heute zur BEW gehören. Die letzte Welle war die Wasserstadt Oberhavel ab 1994 auf den alten Industrieflächen an der Havel, mit Gasthermen in jeder Wohnung, wie es damals üblich war. Diese Thermen erreichen jetzt gleichzeitig ihr Ende, und die Ölkessel der 1990er in Kladow und Gatow ebenso.
Technik vor Ort: was in Spandau zu prüfen ist
Fernwärme und Gasnetz
Fernwärme der BEW liegt im Falkenhagener Feld, an der Heerstraße Nord, in Siemensstadt und in Teilen der Wilhelmstadt und Hakenfelde. In Kladow, Gatow und Staaken gibt es keine. Das Gasnetz der NBB versorgt die Altstadt, die Wilhelmstadt, Hakenfelde, die Wasserstadt und die Siedlungen, lässt aber Teile von Gatow und Kladow aus. Die Wärmeplanung des Landes Berlin führt diese Ortsteile als Gebiete, in denen die eigene Wärmepumpe der wahrscheinliche Weg ist. Ob an Ihrer Straße Gas liegt, sehen wir vor dem Angebot nach.
Aufstellort und Außeneinheit
Im freistehenden Haus in Kladow oder Gatow ist der Aufstellort meist die Frage, welche Grundstücksseite am weitesten vom nächsten Schlafzimmerfenster entfernt ist. Im Reihenhaus in Staaken oder in der Siedlung ist es die Planungsaufgabe: schmaler Garten, Nachbar links und rechts, deshalb ein leises Gerät, eine Schallhaube und die Aufstellung weg von den Schlafzimmern. In allgemeinen Wohngebieten gilt nachts ein Richtwert von 40 dB(A), in reinen Wohngebieten 35 dB(A). Wir rechnen das beim Angebot nach.
Denkmalschutz
Die Altstadt, die Siedlung Siemensstadt und einzelne Siedlungen der 1920er und 1930er Jahre stehen unter Denkmalschutz. Betroffen sind Außeneinheiten an sichtbaren Fassaden, Dachaufbauten und außenliegende Abgasleitungen. In der Altstadt ist zusätzlich die Anlieferung durch die Fußgängerzone zu planen. Wir klären beides mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirks vor dem Angebot.
Schornstein und Abgas
Beim Ölkessel im Einfamilienhaus wird der Schornstein mit der Wärmepumpe überflüssig; bleibt der Kessel als Hybrid, braucht der Zug für Brennwert eine Abgasleitung. In der Wasserstadt hängen mehrere Thermen an einem Luft-Abgas-System, und ob das neue Gerät daran passt, entscheidet die Zulassung des Systems. Die Abnahme macht der Bezirksschornsteinfeger.
Elektroanschluss
Das Einfamilienhaus in Kladow hat meist einen Drehstromanschluss, der eine Wärmepumpe von 8 bis 12 Kilowatt trägt. Bei älteren Siedlungshäusern in Staaken kann der Hausanschluss zu klein sein, was Stromnetz Berlin prüft. Sobald die Wärmepumpe mehr als 4,2 Kilowatt zieht, muss sie beim Netzbetreiber angemeldet sein, bevor sie läuft; wir erledigen das mit dem Auftrag. Weil das Netz sie nach Paragraf 14a EnWG bei Engpässen kurz drosseln darf, fällt das Netzentgelt für den Wärmepumpenstrom niedriger aus.
Warmwasser
Der Ölkessel hat einen Speicher, die Therme bereitet im Durchlauf, der Fernwärmeblock zentral mit Zirkulation. Bei der Wärmepumpe wird der Warmwasserspeicher größer als beim Ölkessel, 200 bis 300 Liter für eine Familie. Für den Fernwärmeblock mit 60 Wohnungen ist die Frage, ob die zentrale Bereitung mit Zirkulation bleibt oder Wohnungsstationen kommen; die Abwägung dazu haben wir bei Warmwasser zentral oder dezentral aufgeschrieben.
Welche Systeme in Spandau am häufigsten sinnvoll sind
Im Einfamilienhaus mit Öl in Kladow, Gatow und Staaken ist die Wärmepumpe der Regelfall, als Luft-Wasser-Gerät auf dem normalen Grundstück oder mit Erdsonde, wo Platz und Wasserrecht es zulassen. Wo kein Gas liegt, ist sie ohnehin die einzige Alternative zu Öl und Pellet. Eine Pelletheizung ist in Gatow eine Option, weil der Tankraum als Lager taugt; meist ist die Wärmepumpe trotzdem einfacher. Ob die vorhandenen Heizkörper des Siedlungshauses mit niedrigeren Vorlauftemperaturen auskommen, klärt der Ratgeber zur Wärmepumpe im Altbau.
In der Wasserstadt ist der Tausch der Etagentherme gegen eine Brennwerttherme in der Regel der Weg, solange die Eigentümergemeinschaft nicht zentralisiert. Eine neue Gastherme ist nach heutigem Stand zulässig, wenn sie die Anforderungen erfüllt, und die Beratung, die das Gesetz vorher verlangt, bekommen Sie in der Wasserstadt bei unserem Termin. Was das Gesetz in Berlin heute verlangt und was die Wärmeplanung daran ändern kann, erklärt der Ratgeber zum Heizungsgesetz, ohne Prognosen für die angekündigte Novelle.
Im Fernwärmeblock bleibt die Fernwärme; sinnvoll sind Übergabestation, Pumpen, Warmwasser und hydraulischer Abgleich. Selten sinnvoll sind in Spandau Wärmepumpen je Wohnung im Geschossbau und Solarthermie auf den verschatteten Dächern der Altstadt.
Was eine neue Heizung in Spandau kostet
Vier Zeilen passen zu Spandau: die beiden Wärmepumpenarten für die Ölhäuser in Kladow, Gatow und Staaken, die Therme für die Wasserstadt und Pellet für die Grundstücke ohne Gasanschluss. Alle Beträge brutto, mit Einbau, als Erfahrungswerte vom September 2026. Wo Ihr Haus in der Spanne liegt, sagen wir Ihnen nach dem Blick in Keller und Garten.
| Anlage | Typisches Objekt in Spandau | Eingebaut, brutto | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Speicher, Hydraulik, Elektro | Einfamilienhaus Kladow, Gatow, Staaken | 25.000 bis 45.000 € | 3 bis 5 Arbeitstage |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde | Großes Grundstück in Kladow | 35.000 bis 55.000 € | 1 bis 2 Wochen inkl. Bohrung |
| Gastherme, Tausch 1:1 | Wohnung in der Wasserstadt Oberhavel | 4.500 bis 8.500 € | 1 bis 2 Arbeitstage |
| Pelletheizung inkl. Lager und Speicher | Haus ohne Gasanschluss in Gatow | 28.000 bis 45.000 € | 4 bis 6 Arbeitstage |
Der Fernwärmeblock mit 60 Wohnungen und das Gewerbe an der Brunsbütteler Straße oder in Siemensstadt bekommen ein Angebot nach Heizlast und Objekt, weil eine Spanne dort nichts aussagen würde. Wie sich ein Preis aus Gerät, Speicher, Hydraulik, Elektro und Tankentsorgung zusammensetzt, zeigt Heizung Kosten.
Förderung für Kladow, Gatow und die Wasserstadt, Stand 2026
Für das Ölhaus in Kladow gilt: Wer als selbstnutzender Eigentümer eine funktionierende Ölheizung durch eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung ersetzt, bekommt über den KfW-Zuschuss 458 nach Stand 2026 30 Prozent Grundförderung und 20 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus, zusammen 50 Prozent. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro kommen 30 Prozent Einkommensbonus dazu, für Erdwärme oder natürliches Kältemittel 5 Prozent Effizienzbonus; die Grenze liegt bei 70 Prozent von 30.000 Euro förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Eine Gasheizung bringt den Bonus erst ab 20 Jahren Alter.
Die Therme in der Wasserstadt geht leer aus, wie jeder Gas-Brennwertkessel und jeder Durchlauferhitzer. Der Antrag wird vor dem Vertragsabschluss gestellt, oder der Vertrag enthält eine aufschiebende Bedingung. Wir setzen die Förderung ins Angebot, und beim Antrag prüfen wir sie noch einmal gegen die dann aktuelle Richtlinie, weil sich die Sätze ändern können. Die Bausteine und den Steuerbonus für den Thermentausch erklärt Heizungsförderung.
Die Baustelle im Spandauer Haus
Im Einfamilienhaus in Kladow oder Gatow ist die Logistik einfach: Der Container steht in der Einfahrt, die Außeneinheit kommt mit dem Hubwagen auf das Grundstück, das Bohrgerät für eine Erdsonde braucht eine Zufahrt von rund drei Metern Breite. Der Öltank wird durch einen Betrieb für Tankreinigung entleert, gereinigt und zerlegt, was wir mit organisieren. Der Heizungsstopp dauert ein bis zwei Tage, das Warmwasser läuft mit einer Übergangslösung meist durch.
In der Wasserstadt läuft der Thermentausch über den Aufzug und die Verwaltung. Wir melden den Termin an, sperren das Gas in der Wohnung ab und prüfen nach dem Einbau die Leitung. Bei Zentralisierung durch die Eigentümergemeinschaft wird es größer, mit Kran im Hof und Beschluss der Versammlung; die Unterlagen dafür bereiten wir auf. Welche Mehrheit die Versammlung braucht und wer die Kosten wie trägt, beschreibt Heizung in der Eigentümergemeinschaft, die Technik der Heizzentrale Heizung im Mehrfamilienhaus.
In der Altstadt gilt die Anlieferung durch die Fußgängerzone nur in bestimmten Zeitfenstern, und die Gassen vertragen keine großen Fahrzeuge. Das stimmen wir vorher ab.
Zeitplan vom Kellerbesuch bis zur Abnahme
Ein paar Tage nach unserem Besuch haben Sie das Angebot. Wer Förderung will, stellt den Antrag vor der Unterschrift; bei der Erdsonde läuft parallel die wasserrechtliche Erlaubnis. Dann heißt es warten auf die Lieferung, bei Wärmepumpen meist vier bis acht Wochen.
Eingebaut ist die Gastherme in ein bis zwei Arbeitstagen, der Gas-Brennwertkessel in zwei bis drei, die Luft-Wasser-Wärmepumpe in drei bis fünf, Pellet in vier bis sechs, die Sole-Wasser-Wärmepumpe in ein bis zwei Wochen inklusive Bohrung. Am Ende des letzten Tages läuft die Anlage, die Heizkörper sind hydraulisch abgeglichen, Sie kennen die Regelung, und die Papiere für KfW und Schornsteinfeger liegen auf dem Tisch. Wer wann im Haus steht, vom Tankbetrieb bis zum Elektriker, listet der Ablauf-Ratgeber auf.
Wer in Spandau wofür zuständig ist: Notdienst, Schornsteinfeger, Netzbetreiber
Fällt der Ölkessel in Gatow an einem Sonntag im Januar aus, ist ein Notdienst der richtige Anruf, oder der Betrieb, der den Kessel eingebaut hat. Wir bauen die Anlage, die danach kommt, und halten sie instand, wenn sie von uns stammt. Für Reparaturen an fremden Anlagen und für Nachteinsätze gibt es andere; wir arbeiten mit Termin und tagsüber.
Der Bezirksschornsteinfeger nimmt die Abgasanlage ab und kehrt. Stromnetz Berlin verstärkt den Hausanschluss. Die wasserrechtliche Erlaubnis für die Erdsonde beantragt der Bauherr bei der Wasserbehörde des Landes. Für alle drei liefern wir die Unterlagen.
Einsatzgebiet: Spandau und die Nachbarn
Gebaut wird in ganz Spandau: in Kladow, Gatow und Staaken, in der Wasserstadt Oberhavel und in Hakenfelde, in der Altstadt und der Wilhelmstadt, im Falkenhagener Feld, an der Heerstraße Nord und in Siemensstadt. Nach Osten schließt Charlottenburg mit dem Westend und Charlottenburg-Nord an, nach Nordosten Reinickendorf mit Tegel und Heiligensee. Über die Stadtgrenze hinaus bauen wir in Falkensee, wo die Einfamilienhäuser mit Öl noch häufiger sind als in Staaken.
Bevor der Tank in Kladow noch einmal gefüllt wird
Steht in Ihrem Keller in Kladow oder Gatow ein Ölkessel aus den 1990ern, oder hängt in der Wasserstadt eine Therme von 1997, dann rufen Sie an, bevor die nächste Öllieferung oder der nächste Winter kommt: 030 2192 8018, werktags von 7 bis 17 Uhr. Für die Frage, ob an Ihrer Straße Gas liegt, reicht die Adresse über das Formular unten auf der Seite.
