Was eine neue Heizung in Treptow meistens bedeutet
Treptow ist ein langer Bezirk, und was eine neue Heizung bedeutet, hängt davon ab, an welchem Ende Sie wohnen. Am Treptower Park und in Baumschulenweg hängen in den Gründerzeithäusern Gasthermen aus den 1990er Jahren, die jetzt 25 bis 30 Jahre alt sind, und die Frage ist Tausch oder Zentralisierung. In Altglienicke und Bohnsdorf stehen Öl- und Gaskessel in Siedlungshäusern, und die Frage ist Wärmepumpe oder Brennwert. In Adlershof und Johannisthal laufen die Gasthermen der Neubauquartiere aus den 2000ern noch, und dort geht es um Planung für Neubau und Gewerbe.
Für uns sind das drei verschiedene Aufgaben: im Karl-Kunger-Kiez die Abgasleitung für fünf Thermen im selben Zug, in Altglienicke der Tank und der Zählerschrank, in Johannisthal die Wärmepumpe, die zur Photovoltaik passt. Welche davon in welchem Haus sinnvoll ist, was sie kostet und was der Zuschuss abdeckt, steht auf dieser Seite; wo Notdienst und Netzbetreiber übernehmen, ebenso.
Der erste Termin: Küche, Keller oder Hauswirtschaftsraum
Der erste Termin findet bei Ihnen im Haus statt und kostet nichts. Wir sehen uns die Therme in der Küche oder den Kessel im Keller an, dazu Heizkörper, Fenster und Dämmung, schätzen die Heizlast ab und klären, wie das Warmwasser heute läuft. Dann geht es um Aufstellort, Abstand zur Grenze, Schornstein und Zählerschrank, in der Etagenwohnung um Abgasführung und Aufhängung.
Am selben Tag klären wir, ob die Anlage förderfähig ist, denn das bestimmt die Reihenfolge: Der Antrag geht vor dem Auftrag raus. Das Angebot danach hat einen festen Preis, und der Zuschuss ist darin bereits abgezogen. Am Telefon nennen wir keine Zahl, weil zwischen dem Thermentausch in der Küche und dem Siedlungshaus mit Öltank 30.000 Euro liegen und der Zug im Schornstein am Telefon nicht zu sehen ist.
Drei Treptower Ausgangslagen
Die erste ist eine Etagenwohnung im Karl-Kunger-Kiez in Alt-Treptow, Gründerzeithaus von 1905, 80 Quadratmeter, Gastherme von 1995 in der Küche, Heizkörper aus derselben Sanierung. Die Therme ist ein Heizwertgerät am gemauerten Schornstein, mit ihr hängen vier weitere Thermen im selben Zug. Der Eigentümer will tauschen, die Hausverwaltung fragt, ob das Haus nicht gleich zentralisieren soll.
Die zweite ist ein Siedlungshaus in Altglienicke, an einer der Straßen zwischen Grünbergallee und Bohnsdorfer Weg, gebaut in den 1930ern, in den 1990ern erweitert auf 130 Quadratmeter. Im Keller steht ein Ölkessel von 1996 mit 3.000-Liter-Tank, die Heizkörper sind aus der Erweiterung, Heizlast erfahrungsgemäß 11 bis 13 Kilowatt, Grundstück 650 Quadratmeter. Das Gasnetz liegt in der Straße, wurde damals aber nicht angeschlossen.
Die dritte ist ein Reihenhaus in einem Neubauquartier in Johannisthal am ehemaligen Flugplatz, gebaut 2008, 140 Quadratmeter, Gastherme mit Fußbodenheizung im Erdgeschoss, Heizlast 7 bis 8 Kilowatt. Die Therme ist noch nicht fällig, der Eigentümer plant Photovoltaik und fragt, ob die Wärmepumpe dazugehört.
Warum der Bestand so ist, wie er ist
Alt-Treptow und Baumschulenweg wuchsen ab 1880 als Gründerzeitviertel an Spree und Bahn, mit Mietshäusern um den Treptower Park und entlang der Baumschulenstraße. Johannisthal und Adlershof entstanden um die Jahrhundertwende als Villen- und Arbeitersiedlungen um den ersten Flugplatz Berlins, Altglienicke und Bohnsdorf blieben Dörfer, um die in den 1920er und 1930er Jahren Siedlungshäuser gebaut wurden, darunter die Gartenstadt Falkenberg in Bohnsdorf, die heute unter Denkmalschutz steht.
In der DDR wurde mit Kohle geheizt, Adlershof war Standort der Akademie der Wissenschaften und des Fernsehens. Nach 1990 kamen die Gasthermen in die Altbauten, Öl oder Gas in die Siedlungen, und aus dem Akademiegelände wurde der Technologiepark Adlershof mit eigenem Nahwärmenetz. Ab den 2000ern folgten die Neubauquartiere auf dem Flugplatzgelände in Johannisthal und am Campus in Adlershof, mit Gasthermen und Fußbodenheizung. Deshalb liegen in Treptow drei Anlagengenerationen nebeneinander.
Technik vor Ort
Fernwärme, Nahwärme und Gasnetz
Fernwärme der BEW gibt es in Alt-Treptow stellenweise, in Adlershof läuft ein eigenes Nahwärmenetz im Technologiepark und in Teilen der Wohnquartiere. Baumschulenweg, Altglienicke, Bohnsdorf, Johannisthal und Plänterwald hängen am Gasnetz der NBB, und nach der Berliner Wärmeplanung gelten die Siedlungsgebiete nach heutigem Stand als Wärmepumpen-Eignungsgebiet. Wer in Alt-Treptow oder Adlershof im Netzgebiet liegt, findet in Fernwärme oder eigene Heizung die Rechnung, ab wann sich der Anschluss gegenüber der eigenen Anlage trägt.
Wasserschutzgebiet
Das Wasserschutzgebiet Johannisthal reicht über Johannisthal, Adlershof und Teile von Altglienicke. In den engeren Schutzzonen sind Erdsonden nicht zulässig, in der weiteren Zone nur mit Auflagen und Anzeige bei der Wasserbehörde. Die Zone prüfen wir vor dem Angebot; scheidet die Sonde aus, planen wir von Anfang an mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Aufstellort und Außeneinheit
In Altglienicke und Bohnsdorf geben die Grundstücke den Aufstellort her, mit drei Metern Abstand zur Grenze und Ausblas weg vom Nachbarn. In reinen Wohngebieten gilt nachts ein Richtwert von 35 dB(A) am Nachbarfenster. Im Reihenhaus in Johannisthal zählt die Gartenseite und ein Gerät mit Nachtmodus, im Gründerzeithaus in Alt-Treptow ist der Hof der einzige Ort, und dort entscheidet der Abstand zum nächsten Schlafzimmerfenster.
Denkmalschutz
Die Gartenstadt Falkenberg in Bohnsdorf und einzelne Villen in Johannisthal und Adlershof stehen unter Denkmalschutz. Eine Außeneinheit an der Straßenfassade ist dort nicht möglich, im Garten meist schon. In der Gartenstadt Falkenberg stimmen wir den Aufstellort vor dem Angebot mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ab, damit im Angebot nur steht, was auch genehmigt wird.
Schornstein und Abgas
In der Etagenwohnung hängt die Therme am gemauerten Schornstein, und ein Brennwertgerät braucht eine neue Abgasleitung, die bei fünf Thermen im selben Zug für alle zusammen geplant werden muss. Im Siedlungshaus wird der Schornstein bei der Wärmepumpe frei, beim Brennwertkessel bekommt er eine feuchteunempfindliche Leitung. Die Abnahme macht der Schornsteinfeger.
Elektroanschluss und Warmwasser
Ab 4,2 Kilowatt melden wir die Wärmepumpe bei Stromnetz Berlin an; als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes darf der Netzbetreiber sie in Engpässen kurz drosseln und senkt dafür das Netzentgelt. Im Siedlungshaus der 1930er reicht der Zählerschrank oft nicht, im Neubau von 2008 fast immer. Warmwasser läuft im Siedlungshaus über einen 200- bis 300-Liter-Speicher, in der Etagenwohnung weiter über die Therme, im Reihenhaus mit Photovoltaik über einen Speicher, der den Mittagsstrom aufnimmt.
Welche Systeme in Treptow sinnvoll sind, und welche nicht
Im Siedlungshaus in Altglienicke oder Bohnsdorf mit Öl ist die Wärmepumpe in den meisten Fällen die erste Wahl, weil der Aufstellort da ist, die Heizkörper der 1990er meist mit 55 Grad auskommen und die Förderung beim Tausch der laufenden Ölheizung nach heutigem Stand die Hälfte deckt. Wer den Gasanschluss in der Straße nutzen will, kann nach heutigem Stand einen Gas-Brennwertkessel einbauen, mit Beratung und den Anforderungen des Gesetzes, ohne Förderung; welcher von beiden über 20 Jahre günstiger läuft, rechnet Wärmepumpe oder Gasheizung durch. Bei hoher Heizlast ohne Dämmung ist die Hybridheizung der ehrlichere Weg. Was beim Abschied vom Tank in Altglienicke mit Restöl und Schornstein passiert, beschreibt Ölheizung ersetzen.
In der Etagenwohnung in Alt-Treptow oder Baumschulenweg ist der Tausch der Gastherme der übliche Weg, wenn das Haus nicht zentralisiert. Sind mehrere Thermen im selben Zug fällig, lohnt die Zentralisierung mit Wärmepumpe im Hof oder Kaskade im Keller; welche Beschlüsse die Gemeinschaft dafür braucht, führt Heizung in der Eigentümergemeinschaft auf, und was bei zwölf Wohnungen technisch anders läuft, Heizung im Mehrfamilienhaus.
Im Neubau in Johannisthal oder Adlershof mit Fußbodenheizung ist die Wärmepumpe technisch der einfachste Fall, sobald die Therme fällig ist oder Photovoltaik dazukommt; wie viel Strom vom Dach die Wärmepumpe im Jahr tatsächlich abdeckt, steht in Photovoltaik und Wärmepumpe. Pellet passt in Häuser mit Lagerraum in Bohnsdorf, Solarthermie auf Süddächer in Altglienicke. Öl gegen Öl zu tauschen empfehlen wir nicht: keine Förderung, und der Tank bleibt, wo er ist.
Was es in Treptow kostet
Vier Zeilen, weil sie die drei Treptower Bestände abbilden: das Siedlungshaus mit Gasanschluss in der Straße, in dem der Brennwertkessel die günstigste Anlage bleibt, die Therme im Gründerzeithaus, das Siedlungs- oder Reihenhaus mit Wärmepumpe und das Haus ohne Dämmung. Die Zahlen sind Erfahrungswerte aus vergleichbaren Treptower Häusern, eingebaut und brutto, Stand September 2026.
| Anlage | Typisches Objekt | Eingebaut, brutto | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Gas-Brennwertkessel inkl. Speicher, Abgasleitung | Siedlungshaus Altglienicke mit Gasanschluss | 9.000–16.000 € | 2–3 Arbeitstage |
| Gastherme (Etagenheizung) Tausch 1:1 | Etagenwohnung Karl-Kunger-Kiez, Baumschulenweg | 4.500–8.500 € | 1–2 Arbeitstage |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Speicher, Hydraulik, Elektro | Siedlungshaus Bohnsdorf, Reihenhaus Johannisthal | 25.000–45.000 € | 3–5 Arbeitstage |
| Hybrid aus Gas-Brennwert und Wärmepumpe | Siedlungshaus ohne Dämmung | 30.000–50.000 € | 4–6 Arbeitstage |
Für Eigentümergemeinschaften in Baumschulenweg, Neubauquartiere in Johannisthal und Gewerbe im Technologiepark Adlershof rechnen wir nach Heizlast und Objekt; was ein Bürohaus mit Lüftung dabei anders macht, beschreibt Heizung für Gewerbe. Warum der Brennwertkessel in Altglienicke bei 9.000 Euro bleibt oder auf 16.000 steigt, rechnet der Ratgeber Heizung Kosten Position für Position vor.
Förderung, Stand 2026
Beim Tausch der Ölheizung in Altglienicke oder Bohnsdorf gegen eine Wärmepumpe gibt es nach heutigem Stand 30 Prozent Grundförderung und 20 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus, wenn die alte Anlage noch funktioniert und Sie selbst im Haus wohnen. Der Einkommensbonus von 30 Prozent gilt bei bis zu 40.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, der Effizienzbonus von 5 Prozent bei natürlichem Kältemittel oder Erdwärme. Gedeckelt ist alles bei 70 Prozent von 30.000 Euro förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit, bei der Eigentümergemeinschaft kommen 15.000 Euro je weiterer Einheit bis zur sechsten und 8.000 Euro ab der siebten dazu.
Gastherme und Gas-Brennwert sind nicht förderfähig. Der Antrag muss vor dem Vertrag gestellt sein oder der Vertrag eine aufschiebende Bedingung enthalten. Die Sätze wurden in den letzten Jahren mehrfach angepasst, deshalb steht die Förderrechnung im Angebot, und bei der Zentralisierung in Baumschulenweg rechnen wir sie je Wohneinheit vor, damit die Versammlung damit arbeiten kann. Welche Boni sich stapeln und was für die Gemeinschaft anders läuft, erklärt der Ratgeber Heizungsförderung.
Die Baustelle im Haus
Im Siedlungshaus in Altglienicke ist der Kellerzugang oft eine Außentreppe, durch die der Speicher gerade so passt und der Öltank nur in Teilen herauskommt. Beides messen wir beim ersten Termin. Die Außeneinheit kommt mit dem Hubwagen über die Einfahrt, der Wagen steht auf dem Grundstück.
In der Etagenwohnung im Karl-Kunger-Kiez ist das Parken die erste Aufgabe, wir beantragen ein Halteverbot, und der Tausch braucht einen Tag, an dem Gas und Wasser abgestellt sind. Bei der Zentralisierung läuft alles über die Verwaltung: Beschluss, Kellerzugang, Steigstränge durch die Wohnungen und Termine mit den Bewohnern. Im Reihenhaus in Johannisthal geht die Außeneinheit durch das Haus oder über den Nachbargarten, das stimmen wir vorher ab.
Ablauf und Zeitplan
Das Angebot haben Sie wenige Tage nach dem Termin, danach stellen wir den Förderantrag, und erst mit der Eingangsbestätigung wird der Auftrag wirksam. Thermen und Kessel haben erfahrungsgemäß zwei bis vier Wochen Lieferzeit, Wärmepumpen vier bis acht; im Karl-Kunger-Kiez kommt die Halteverbotszone dazu, die wir zwei Wochen vorher beantragen.
Auf der Baustelle rechnen wir mit ein bis zwei Arbeitstagen für die Gastherme, zwei bis drei für den Brennwertkessel, drei bis fünf für die Wärmepumpe und vier bis sechs für Hybrid. Zum Schluss nehmen wir die Anlage in Betrieb, gleichen jeden Heizkörper hydraulisch ab, gehen die Bedienung mit Ihnen durch und übergeben die Nachweise für Förderstelle und Schornsteinfeger. Bei der Zentralisierung in Baumschulenweg sind es zwei bis vier Wochen mit Strangarbeiten durch die Wohnungen. Die einzelnen Schritte beschreibt der Ablauf eines Heizungstauschs.
Notdienst, Nahwärme, Netzbetreiber: was in Treptow andere machen
Wir bauen Anlagen neu und tauschen sie aus, und die Anlagen aus eigener Hand warten und reparieren wir auch. Die Therme von 1995 in der Küche im Karl-Kunger-Kiez, die an einem Dezemberabend ausgeht, gehört in die Hände des Betriebs, der sie gesetzt hat, oder eines Notdienstes; einen Notdienst gibt es bei uns nicht, auch nicht für eigene Anlagen am Wochenende.
Die Abgasabnahme macht der Bezirksschornsteinfeger. Den Hausanschluss für Strom oder Gas legt der Netzbetreiber, den Anschluss an das Nahwärmenetz in Adlershof der Betreiber des Netzes im Technologiepark. Die Bohranzeige für die Erdsonde unterschreiben Sie als Bauherr, und den Tank in Altglienicke reinigt und zerlegt ein zugelassener Tankdienst. Die Unterlagen dafür bereiten wir vor, die Termine bauen wir in den Zeitplan ein.
Einsatzgebiet: Treptow und die Nachbarn
Gebaut wird in ganz Treptow: in Alt-Treptow um den Karl-Kunger-Kiez und die Bouchéstraße, in Plänterwald an der Neuen Krugallee, in Baumschulenweg entlang der Baumschulenstraße, in Johannisthal um den Segelfliegerdamm und am Landschaftspark, in Adlershof um die Dörpfeldstraße und im Technologiepark, in Altglienicke und in Bohnsdorf bis zur Stadtgrenze, dazu in Niederschöneweide an der Oberspree.
Über die Spree nach Norden liegen Kreuzberg und Friedrichshain mit derselben Gründerzeitstruktur wie Alt-Treptow. Westlich schließt Neukölln an, südöstlich Köpenick mit Grünau und den Villen an der Dahme. Nördlich der Wuhlheide arbeiten wir in Lichtenberg, von Karlshorst bis Rummelsburg.
Vom Karl-Kunger-Kiez bis Bohnsdorf: der erste Schritt
Hängt in Alt-Treptow eine Therme von 1995 am gemauerten Zug, steht in Altglienicke ein Ölkessel von 1996 vor dem 3.000-Liter-Tank oder soll in Johannisthal die Wärmepumpe zur neuen Photovoltaik passen, dann ist das der Anlass für den ersten Termin. Anrufen können Sie unter 030 2192 8018, an Werktagen zwischen 7 und 17 Uhr; wer das Formular unten auf der Seite nutzt, bekommt einen Rückruf.
