Die Zahl vorweg
Ein Einfamilienhaus mit 15 Kilowatt Heizlast braucht rund sieben Tonnen Pellets im Jahr. Sieben Tonnen füllen etwa elf Kubikmeter Schüttung. Daraus wird ein Lagerraum von gut 16 Kubikmetern, weil der Schrägboden unten Platz kostet und über der Schüttung Luft bleiben muss. Bei 2,2 Metern Raumhöhe sind das rund 7,5 Quadratmeter Grundfläche, also etwa 2,5 mal 3,0 Meter. Als Faustformel merken Sie sich 0,4 bis 0,5 Quadratmeter Lagerfläche je Kilowatt Heizlast.
Der Jahresbedarf kommt aus der Heizlast, nicht aus der Größe des alten Kessels. Heizlast mal 2.000 Vollbenutzungsstunden ergibt die Jahreswärme; 15 Kilowatt sind also rund 30.000 Kilowattstunden. Geteilt durch einen Kesselnutzungsgrad von 0,9 bleiben 33.000 Kilowattstunden Brennstoff. Ein Kilogramm Pellets liefert etwa 4,8 Kilowattstunden, eine Tonne also 4.800. Macht 6,9 Tonnen, gerundet sieben. Wie die Heizlast selbst zustande kommt, zeigt die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831.
Die dritte Zahl ist die Schüttdichte. Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 wiegen mindestens 600 Kilogramm je Kubikmeter, gemessen werden meist rund 650. Eine Tonne belegt damit rund 1,5 Kubikmeter. Nutzbar sind davon etwa zwei Drittel des Raumvolumens: Der Schrägboden am Grund führt die Pellets zur Austragung, und oben braucht die Einblasluft Platz. Deshalb nehmen wir das Schüttvolumen mal 1,5 und haben das Raumvolumen.
So viel Lager braucht Ihr Haus
Die Werte gelten für einen vollen Jahresvorrat in einem Raum mit 2,2 Metern lichter Höhe. Sie sind Erfahrungswerte aus Berliner Einfamilienhäusern und ersetzen die Rechnung am Objekt nicht.
| Haus | Heizlast | Pellets im Jahr | Schüttvolumen | Raum bei 2,2 m Höhe |
|---|---|---|---|---|
| Reihenhaus 120 m², Fenster und Dach neu | 8 kW | 3,5 t | 5,5 m³ | 4,0 m², etwa 1,8 × 2,2 m |
| Einfamilienhaus 140 m², Baujahr 1975 | 12 kW | 5,4 t | 8,3 m³ | 5,5 m², etwa 2,0 × 2,8 m |
| Einfamilienhaus 180 m², Baujahr 1962, unsaniert | 16 kW | 7,2 t | 11,1 m³ | 7,5 m², etwa 2,5 × 3,0 m |
| Freistehendes Haus 220 m², hohe Heizlast | 20 kW | 9,0 t | 13,9 m³ | 9,5 m², etwa 2,7 × 3,5 m |
| Zweifamilienhaus 300 m² | 28 kW | 12,6 t | 19,4 m³ | 13,0 m², etwa 3,2 × 4,0 m |
Bei 2,5 Metern Raumhöhe sinkt die Grundfläche um etwa ein Zehntel, bei 1,9 Metern steigt sie um rund ein Sechstel. Die Höhe hilft also, ist aber nicht der große Hebel. Der große Hebel ist die Frage, wie oft Sie liefern lassen.
Ein Jahr Vorrat oder ein halbes
Wer einmal im Jahr liefern lässt, braucht das Volumen aus der Tabelle. Wer zweimal liefert, kommt mit der halben Fläche aus. Dafür fällt die Anfahrt zweimal an, und der Preis je Tonne hängt stärker vom Tagesmarkt ab. Geliefert wird meist im Sommer, wenn der Preis niedriger liegt und das Lager ohnehin leer ist.
Eine Grenze nach unten setzt das Fahrzeug. Ein Silowagen rechnet Einzellieferungen erfahrungsgemäß ab drei Tonnen; darunter steigt der Preis je Tonne deutlich. Deshalb planen wir das Lager so, dass mindestens vier Tonnen in einem Zug hineingehen. Und wir planen einen Rest ein: Beim Nachfüllen sollten noch ein bis zwei Tonnen im Raum liegen, damit die Austragung nie leer läuft.
Drei Bauarten im Vergleich
| Bauart | Fasst | Platzbedarf | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Gemauerter Raum mit Schrägboden | 4–15 t | Schüttvolumen mal 1,5 | ein trockener Kellerraum frei ist, etwa der alte Tankraum |
| Sacksilo aus Gewebe im Stahlrahmen | 3–11 t | 1,7 × 1,7 bis 2,9 × 2,9 m, Höhe 1,8–2,5 m | der Raum krumm geschnitten ist oder kein Maurer kommen soll |
| Erdtank aus Kunststoff oder Beton im Garten | 4–9 t | rund 2,5 m Durchmesser, 2,5 m Tiefe, Baggerzufahrt | im Haus kein Raum frei ist und der Garten erreichbar bleibt |
Der gemauerte Raum ist die klassische Lösung im Keller. Er nutzt jeden Zentimeter des vorhandenen Raumes und trägt die größten Mengen. Hinein kommen ein Schrägboden aus Holz mit 40 Grad Neigung, eine Schnecke oder ein Saugsystem am tiefsten Punkt, zwei Stutzen in der Außenwand und die Prallschutzmatte gegenüber. Die Tür bekommt Einschüttbretter, damit die Schüttung nicht gegen das Türblatt drückt.
Das Sacksilo ist ein fertiger Gewebebehälter in einem Stahlrahmen. Es steht frei im Raum, ist staubdicht und braucht keinen Maurer. Rahmen und Gewebe kommen in Teilen durch eine normale Kellertür und werden vor Ort verschraubt. Weil das Gewebe die Einblasluft durchlässt und den Staub zurückhält, entfällt bei vielen Bauarten der zweite Stutzen ins Freie. Für unregelmäßige Kellerräume ist das die schnellste Lösung.
Der Erdtank liegt im Garten, ähnlich wie früher der Öltank. Oben sitzt ein Domschacht mit den Stutzen, unten eine Schnecke oder ein Saugsystem, das die Pellets ins Haus bringt. Dafür braucht es eine Grube von rund 2,5 Metern Tiefe, eine Zufahrt für den Bagger und einen Graben zur Kellerwand. Der Keller bleibt dabei vollständig frei, was in Häusern mit kleinem Untergeschoss der entscheidende Punkt ist.
Was das Silofahrzeug braucht
Ein voll beladener Silowagen wiegt 18 bis 26 Tonnen und ist acht bis zehn Meter lang. Er braucht einen ebenen Stand, eine tragfähige Fahrbahn und Platz zum Rangieren. Für schmale Straßen und Wendehämmer gibt es kleinere Fahrzeuge mit 7,5 bis 12 Tonnen; sie kommen fast überall hin und bringen dafür weniger auf einmal.
Vom Fahrzeug zum Haus führt der Einblasschlauch. Er reicht bis zu 30 Meter weit, arbeitet aber am besten unter 20 Metern, weil der Druck über die Länge nachlässt. Der Schlauch wird an eine Storz-A-Kupplung mit 100 Millimetern angeschlossen. Die Stutzen sitzen zwischen einem halben und anderthalb Metern über dem Standplatz, dort, wo der Fahrer sie im Stehen erreicht.
Zwei Stutzen gehören zusammen: Durch den einen gehen die Pellets hinein, durch den anderen saugt der Wagen die Einblasluft mit dem Feinanteil wieder ab. Beide werden geerdet, weil sich die Pellets beim Einblasen elektrostatisch aufladen. Eine Lieferung von sechs Tonnen dauert so 30 bis 45 Minuten. Wo der Stutzen liegt, entscheiden wir am Vor-Ort-Termin nach dem Weg von der Straße, nicht nach dem kürzesten Weg im Keller.
Prallschutz, Belüftung und Brandschutz
Gegenüber dem Einblasstutzen hängt eine Prallschutzmatte, meist aus Gummi oder HDPE, mit einigen Zentimetern Abstand zur Wand. Sie bremst den Strahl ab, damit die Pellets ganz bleiben. Das ist keine Kosmetik: Ein niedriger Feinanteil hält die Austragung frei und den Kessel sauber.
Im Lagerraum liegt keine Elektroinstallation. Lichtschalter, Leuchte und Dosen sitzen außerhalb, die Wanddurchführungen werden staubdicht geschlossen. Die Tür schlägt nach außen auf und trägt ein Warnschild nach VDI 3464. Vor dem Betreten wird gelüftet, weil Holzpellets in einem geschlossenen Raum Kohlenmonoxid abgeben können. In der Praxis muss niemand hinein: Das Lager wird von außen befüllt und von unten entleert.
Zum Brandschutz gilt die Feuerungsverordnung des Landes Berlin. Sie begrenzt die Menge fester Brennstoffe, die im Raum der Feuerstätte liegen darf. Deshalb steht der Kessel im Heizraum und der Jahresvorrat im Lager nebenan, getrennt durch eine Wand mit dichtschließender Tür. Größere Lager bekommen einen eigenen Raum mit feuerbeständigen Wänden; im Einfamilienhaus mit sechs bis zehn Tonnen ist das kein Thema.
Und der Raum bleibt trocken. Wasserleitungen an der Decke werden umgelegt, Außenwände am Erdreich bekommen eine hinterlüftete Verschalung oder das Sacksilo bekommt Abstand zur Wand. Pellets, die trocken liegen, behalten Form und Rieselfähigkeit über Jahre.
Berliner Keller: Tankraum, Kohlenkeller, Siedlungsstraße
Der häufigste Fall in Berlin ist der alte Öltankraum. In freistehenden Häusern der 1960er bis 1980er Jahre stehen dort ein Batterietank mit 5.000 Litern oder mehrere Stahltanks in einer Auffangwanne. Der Raum misst erfahrungsgemäß sechs bis zehn Quadratmeter und trägt damit sechs bis neun Tonnen Pellets. Demontage, Reinigung und Entsorgung übernimmt ein Tankschutzbetrieb, und danach werden Wände und Boden gestrichen, damit die Pellets keinen Ölgeruch annehmen. Was beim Umstieg sonst noch ansteht, beschreibt der Weg vom Öltank zum Lagerraum Schritt für Schritt.
Der zweite Fall ist der Kohlenkeller. In Vorkriegshäusern und in den Siedlungshäusern der 1920er und 1930er Jahre gibt es ihn fast immer, oft mit einer Kohlenrutsche vom Hof durch das Kellerfenster. Genau dort sitzt später der Einblasstutzen, denn der Weg von der Straße ist schon gebaut. Zu prüfen sind der Boden aus Stampfbeton und die Außenwand, weil beide Feuchtigkeit ziehen können. In den Siedlungshäusern von Mahlsdorf und Kaulsdorf ist das die Regel, ebenso in Karlshorst und Lichtenrade.
Der dritte Punkt ist die Straße davor. Kladow, Gatow, Frohnau, Hermsdorf und Bohnsdorf haben schmale Anliegerstraßen mit Vorgärten, parkenden Autos und Wendehämmern. Ein großer Silowagen kommt dort nicht überall durch, ein kleiner fast immer. Privatstraßen mit Gewichtsbeschränkung sind der Fall, in dem wir den Stutzen an die Grundstücksgrenze legen und den Schlauchweg über den Vorgarten planen. Für den Liefertag reicht meist eine Absprache mit den Nachbarn; ein mobiles Halteverbot ist die Ausnahme.
Was zum Lager noch in den Heizraum gehört
Neben dem Kessel steht der Speicher, und er braucht eigenen Platz. Für einen Pelletkessel rechnen wir mit mindestens 30 Litern Puffervolumen je Kilowatt Leistung, bei 15 Kilowatt also rund 500 Litern. Ein solcher Speicher hat etwa 80 Zentimeter Durchmesser und ist rund zwei Meter hoch. Welche Bauform in welchen Keller passt, steht unter Speicher am Pelletkessel.
Zwischen Lager und Kessel liegt die Austragung. Eine Schnecke ist die einfache Lösung, wenn Lager und Kessel nebeneinander liegen und die Strecke kurz ist. Ein Saugsystem überbrückt bis zu 25 Meter und auch ein Geschoss Höhenunterschied; es arbeitet in Intervallen und füllt einen Vorratsbehälter am Kessel. Je weniger Bögen die Saugleitung hat, desto leiser läuft sie und desto weniger Staub entsteht.
Was wir planen und wer sonst gebraucht wird
Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin messen wir den Raum aus: Länge, Breite, lichte Höhe, Türbreite, Wandaufbau und die Lage der Außenwand zur Straße. Wir gehen den Weg ab, den der Schlauch nehmen soll, und legen den Ort für die Stutzen fest. Danach steht im Angebot, welche Bauart in Ihren Keller kommt, wie viele Tonnen sie fasst und was Schrägboden, Austragung, Stutzen und Prallschutz kosten. Diese Positionen gehören zum Festpreis für die Anlage, nicht in einen Nachtrag. Der Zusammenhang von Kessel, Lager und Speicher steht auf der Seite Pelletkessel mit Lager und Speicher.
Nicht von uns kommen die Tankdemontage und die Reinigung des alten Ölraums; dafür ist ein Tankschutzbetrieb zuständig. Muss eine Wand gezogen oder eine Öffnung vergrößert werden, ist das Arbeit für einen Maurer und sollte vor unserem Termin erledigt sein. Den Aushub für einen Erdtank macht ein Tiefbauer. Die Abnahme der Feuerstätte übernimmt der Schornsteinfeger, die Pellets liefert ein Händler Ihrer Wahl. Welche Anlagen wir selbst neu bauen und tauschen, zeigt die Übersicht über alle Heizungen, die wir in Berlin einbauen.
Drei Angaben, und wir sagen Ihnen die Lagergröße
Nennen Sie uns Wohnfläche, Baujahr und den bisherigen Öl- oder Gasverbrauch. Damit schätzen wir die Heizlast ab und sagen Ihnen am Telefon, wie viele Tonnen Ihr Haus im Jahr braucht. Dann wissen Sie, ob der Tankraum reicht oder ob ein Sacksilo oder ein Erdtank die bessere Wahl ist. Mit diesen drei Angaben rufen Sie an: 030 2192 8018, werktags von 7 bis 17 Uhr. Über das Formular unten auf der Seite können Sie uns die Maße des Kellerraums auch schreiben, dann kommen wir mit dem Maßband vorbei.
