Was der Quadratmeter kostet und wie hoch er aufbaut
Eine Fußbodenheizung kostet in Berlin eingebaut 60 bis 200 Euro je Quadratmeter, brutto. Welcher Wert für Ihr Haus gilt, entscheidet das System. Der klassische Nassestrich im Neubau liegt bei 60 bis 100 Euro je Quadratmeter. Ein Trockensystem auf einer Holzbalkendecke kostet 120 bis 200 Euro. In einen vorhandenen Estrich gefräst sind es 80 bis 130 Euro. Enthalten sind Dämmung, Systemplatte, Rohr, Verteiler und der Anschluss an die Heizung, nicht der Bodenbelag.
Die Aufbauhöhe hängt am selben System. Ein Nassestrich mit Dämmung braucht 80 bis 120 Millimeter über dem Rohboden. Ein Trockensystem baut 25 bis 50 Millimeter auf, ein Dünnschichtsystem 15 bis 25 Millimeter zuzüglich Belag. Beim Fräsen kommt keine Höhe dazu, weil das Rohr in den bestehenden Estrich wandert. Türblätter, Schwellen und der erste Treppenantritt werden bei allem außer dem Fräsen angepasst.
Die Bauzeit rechnen wir je Geschoss. Rohr, Systemplatte und Verteiler liegen in einem Haus mit 140 Quadratmetern in zwei bis drei Arbeitstagen. Beim Trockensystem sind es drei bis fünf. Danach kommt der Estrich, und seine Trockenzeit bestimmt den Terminplan. Ein Zementestrich darf nach 21 bis 28 Tagen aufgeheizt werden, ein Calciumsulfat-Fließestrich nach rund sieben. Erst danach folgen Aufheizprotokoll und Bodenbelag.
Die Werte in der Tabelle sind Erfahrungswerte von Berliner Baustellen, Stand September 2026, eingebaut und brutto.
| System | Aufbauhöhe über Rohboden | Je m² eingebaut | Verlegen je Geschoss | Passt zu |
|---|---|---|---|---|
| Nassestrich mit Dämmung | 80–120 mm | 60–100 € | 2–3 Arbeitstage | Neubau, Anbau, freigelegter Rohboden |
| Dünnschicht auf altem Estrich | 15–25 mm plus Belag | 90–150 € | 2–3 Arbeitstage | Sanierung ohne Rückbau des Bodens |
| Trockensystem mit Wärmeleitblechen | 25–50 mm | 120–200 € | 3–5 Arbeitstage | Holzbalkendecke im Altbau |
| Fräsen in vorhandenen Estrich | keine | 80–130 € | 2–3 Arbeitstage | Estrich ab 45 mm Dicke |
Die vier Systeme im Einzelnen
Beim Nassestrich liegt das Rohr auf einer Dämmplatte und wird vollständig in den Estrich eingegossen. Die Dämmung trägt zugleich die Trittschalldämmung, das Rohr wird getackert oder in Noppen gedrückt. Der Estrich umschließt es von allen Seiten und gibt die Wärme gleichmäßig an den Raum ab. Das ist die Bauart mit der besten Wärmeverteilung und dem günstigsten Quadratmeterpreis.
Das Dünnschichtsystem kommt auf einen vorhandenen, tragfähigen Estrich. Eine Systemplatte mit 12 bis 20 Millimetern nimmt ein dünnes Rohr auf, darüber läuft eine Ausgleichsmasse. Es reagiert schnell, weil wenig Masse aufgeheizt wird, und es spart den Rückbau des alten Bodens.
Das Trockensystem ist die Bauart für Holzbalkendecken. In Rillenplatten aus Hartschaum oder Holzfaser liegen Wärmeleitbleche aus Aluminium, in die das Rohr eingeclipst wird. Darüber kommt eine Trockenestrichplatte. Das gesamte System wiegt 15 bis 25 Kilogramm je Quadratmeter statt 100 bis 150 beim Nassestrich, und es ist am Tag nach dem Einbau betriebsbereit.
Beim Fräsen bleibt der alte Estrich liegen. Eine Maschine fräst Kanäle von rund 20 Millimetern Tiefe in Schleifen in den Boden, in die das Rohr eingelegt und mit Vergussmasse geschlossen wird. Voraussetzung ist ein Estrich von mindestens 45 Millimetern in ausreichender Festigkeit. Das prüfen wir vorher mit einer Kernbohrung. Wie sich dieser Weg gegen größere Heizflächen an der Wand rechnet, haben wir im Vergleich Heizkörper oder Fußbodenheizung mit dem 55-Grad-Test durchgerechnet.
Wann der Bodenaufbau passt
Im Neubau ist die Sache entschieden, bevor sie gestellt wird. Der Rohboden liegt frei, die Dämmung ist ohnehin eingeplant, und der Estrich kommt in einem Zug. Hier kostet die Fußbodenheizung kaum mehr als der Boden, den das Haus sowieso bekommt.
Bei einer Sanierung bis auf den Rohboden gilt dasselbe. Wer eine Wohnung entkernt oder in einem Haus den alten Estrich herausnimmt, hat die volle Aufbauhöhe zur Verfügung. Das ist der Moment für den Nassestrich, und es ist zugleich der Moment, in dem die Leitungen für Heizung und Warmwasser neu geführt werden.
Der Anbau und der ausgebaute Dachboden sind der dritte Fall. Beide hängen an der vorhandenen Heizung und brauchen nur einen eigenen Kreis oder einen kleinen Verteiler. Ein Wintergarten mit 20 Quadratmetern kommt mit rund 100 Metern Rohr aus. Wenn dabei die ganze Anlage im Keller mit erneuert wird, planen wir beides zusammen; wie ein solcher Heizungstausch im ganzen Haus abläuft, steht auf der eigenen Seite dazu.
Was die Fußbodenheizung für die Wärmepumpe bedeutet
Eine Fußbodenheizung verteilt die Wärme über den ganzen Boden. Deshalb genügt ihr eine Vorlauftemperatur von 30 bis 35 Grad, während Heizkörper aus den achtziger Jahren 55 bis 70 Grad erwarten. Für einen Kessel ist dieser Unterschied nebensächlich. Für eine Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur ist es die wichtigste Zahl im ganzen Haus.
Je Grad weniger Vorlauf sinkt ihr Stromverbrauch erfahrungsgemäß um 2 bis 2,5 Prozent. Zwischen 50 und 33 Grad liegt damit rund ein Drittel der Jahresstromrechnung. Dazu kommt die Masse: Ein Estrich mit 140 Quadratmetern speichert mehrere Kilowattstunden Wärme. Die Wärmepumpe läuft dadurch länger und ruhiger, und sie überbrückt die Sperrzeiten des Netzbetreibers ohne Komforteinbußen.
Der neue Bodenaufbau zählt beim Einbau einer Wärmepumpe nach heutigem Stand als Umfeldmaßnahme und damit zu deren förderfähigen Kosten. Er steht mit Quadratmetern und Preis im Angebot und im Antrag, den wir vor Ihrer Unterschrift stellen. Ob zusätzlich noch ein Pufferspeicher im Keller gebraucht wird, hängt von der Wassermenge im Boden und von der Regelung ab. Bei großen Fußbodenflächen genügt oft ein kleiner Reihenpuffer im Rücklauf.
Verlegeabstand und Vorlauftemperatur
Der Abstand zwischen zwei Rohren entscheidet, wie viel Wärme ein Quadratmeter abgibt. Er wird raumweise festgelegt, nach der Heizlast dieses Raums. Nach DIN EN 1264 darf die Oberfläche im Aufenthaltsbereich höchstens 29 Grad erreichen, in der Randzone vor der Fensterfront 35 Grad und in Duschräumen 33 Grad. Diese Grenzen begrenzen die Leistung nach oben, und deshalb bekommt ein Raum mit hoher Last einen engeren Abstand statt heißeres Wasser.
| Heizlast des Raums | Verlegeabstand | Vorlauf bei 20 Grad Raumtemperatur |
|---|---|---|
| bis 40 W/m² | 20 cm | 28–32 °C |
| 40 bis 60 W/m² | 15 cm | 32–35 °C |
| 60 bis 80 W/m² | 10 cm | 35–40 °C |
| über 80 W/m² | 10 cm, Randzone 7,5 cm | 40–45 °C |
Die Werte sind Anhaltswerte für einen Belag mit einem Wärmedurchlasswiderstand bis 0,10 Quadratmeter Kelvin je Watt. Ein dicker Teppich oder ein Massivholzboden verschiebt sie nach oben. Deshalb fragen wir früh, welcher Belag geplant ist; zulässig sind bis 0,15 Quadratmeter Kelvin je Watt.
Verteiler, Kreise und Einzelraumregelung
Jeder Raum bekommt mindestens einen eigenen Heizkreis. Räume ab etwa 25 Quadratmetern bekommen zwei, damit kein Kreis zu lang wird. Ein Kreis aus 17er Rohr bleibt unter 100 bis 120 Metern, sonst braucht die Pumpe zu viel Druck. Ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern kommt so auf 10 bis 14 Kreise.
Der Verteilerschrank sitzt möglichst mittig im Geschoss, meist im Flur oder in einer Nische. Er ist 70 bis 110 Zentimeter breit und wird als Unterputz- oder Aufputzschrank gesetzt. Am Verteiler sitzen die Durchflussmesser für den hydraulischen Abgleich und die Stellantriebe für die Raumregelung. Jeder Kreis wird dort auf seinen berechneten Volumenstrom eingestellt, in Litern je Minute, und der Wert steht im Protokoll.
Neue Flächenheizungen brauchen nach § 63 GEG eine Einzelraumregelung. Praktisch heißt das: Raumthermostat an der Wand, Stellantrieb am Verteiler, Regelbox dazwischen. Wir setzen sie mit Funk oder mit Bus, je nachdem, ob die Leitungen im Rohbau schon liegen. Damit die eingestellten Volumenströme auch im letzten Raum ankommen, gehört der Abgleich der Heizkreise nach Verfahren B zur Abnahme.
Randdämmstreifen, Fugen und die Druckprobe
Vor dem Estrich läuft an jeder Wand ein Randdämmstreifen von 8 Millimetern hoch. Er nimmt die Ausdehnung des warmen Estrichs auf und wird erst nach dem Belag abgeschnitten. Bewegungsfugen setzt der Estrichleger bei Feldern über rund 40 Quadratmetern, bei Kantenlängen über 8 Metern und in jedem Türdurchgang. Wo ein Rohr eine Fuge kreuzt, steckt es in einem Schutzrohr.
Vor dem Estricheinbau steht die Druckprobe. Wir füllen die Kreise, entlüften und halten den Druck nach DIN EN 1264-4 während des gesamten Estricheinbaus. Das Manometer bleibt sichtbar am Verteiler stehen, und das Prüfprotokoll geht an den Bauherrn. So ist belegt, dass das Rohr unbeschädigt unter dem frischen Estrich liegt.
Aufheizen nach Protokoll
Das Funktionsheizen ist Pflicht und keine Formsache. Es beginnt beim Zementestrich frühestens 21 Tage nach dem Einbau, beim Calciumsulfat-Fließestrich nach etwa sieben Tagen. Drei Tage lang fahren wir 25 Grad Vorlauf, danach vier Tage die maximale Auslegungstemperatur. Der Estrich bekommt dabei seine Belastung ein erstes Mal, und die Anlage zeigt, dass jeder Kreis durchströmt ist.
Für die Belegreife folgt das Belegreifheizen in Stufen, meist über weitere sieben bis zehn Tage. Danach misst der Bodenleger die Restfeuchte mit dem CM-Gerät. Ein beheizter Zementestrich gilt ab 1,8 CM-Prozent als belegreif, ein beheizter Calciumsulfatestrich ab 0,3. Das unterschriebene Aufheizprotokoll bekommen Sie und der Bodenleger; ohne dieses Blatt verlegt kein Bodenleger einen Belag, für den er Gewährleistung übernimmt.
Berliner Häuser, in denen wir den Boden aufbauen
Im Reihenhaus- und Doppelhausneubau am Stadtrand ist der Nassestrich der Normalfall. In Reihenhäuser in Karow und Buch setzen wir Verteiler in beiden Geschossen und fahren im Erdgeschoss 15 Zentimeter Abstand, im Obergeschoss 20. In den Siedlungshäusern der zwanziger und dreißiger Jahre in Zehlendorf, Britz oder Frohnau liegt häufig ein alter Zementestrich auf der Betondecke im Erdgeschoss. Dort ist das Fräsen der schnelle Weg, weil die Türhöhen erhalten bleiben.
In der Gründerzeitwohnung in Prenzlauer Berg oder Kreuzberg tragen Holzbalkendecken den Boden. Hier kommt das Trockensystem mit Wärmeleitblechen, meist im Zuge einer Kernsanierung, wenn die Dielen ohnehin heraus sind. Die geringe Masse ist dabei ein Vorteil für die Statik. In den Plattenbauten und Großsiedlungen in Marzahn, Hellersdorf und Lichtenberg liegt der Estrich dünn auf der Deckenplatte; dort prüfen wir die Dicke vor jeder Zusage mit einer Bohrung.
Im Anbau und im ausgebauten Dachgeschoss geht es meist um 15 bis 40 Quadratmeter an einem einzigen Verteilerabgang. Und im Mehrfamilienhaus, das von Etagenthermen auf eine Zentrale umgestellt wird, wandert die Fußbodenheizung wohnungsweise mit, jeweils dann, wenn eine Wohnung frei wird und saniert werden kann. Welche Anlagen wir in Berliner Häuser sonst noch setzen, steht auf der Übersicht über unsere Heizungsarbeiten im Stadtgebiet.
Worauf wir beim Verlegen achten
Der erste Punkt ist die raumweise Heizlast. Ohne sie ist der Verlegeabstand geraten, und ein geratener Abstand zeigt sich erst im zweiten kalten Winter. Wir rechnen ihn nach der Heizlast je Raum und schreiben ihn in den Verlegeplan.
Der zweite Punkt ist die Randzone. Vor bodentiefen Fenstern nach Süden und in Erkern steigt die Last, und dort wird der Abstand auf 7,5 Zentimeter verdichtet. Der dritte Punkt ist der Belag: Wir halten fest, welcher Aufbau geplant ist, und legen die Vorlauftemperatur danach aus. Der vierte Punkt ist die Dokumentation. Verlegeplan, Druckprüfprotokoll, Einstellwerte am Verteiler und Aufheizprotokoll bleiben zusammen im Haus, damit in zehn Jahren noch nachvollziehbar ist, wo welches Rohr liegt.
Estrichleger, Bodenleger und wer sonst zuständig ist
Wir bauen Heizungen neu ein und tauschen alte aus, und dazu gehört die Heizfläche im Boden. Estrich und Bodenbelag sind eigene Gewerke: Den Estrich bringt der Estrichleger ein, den Belag der Bodenleger, und beide koordinieren wir im Terminplan mit. Die Gewährleistung für Estrich und Belag liegt bei diesen Betrieben.
Eine Fußbodenheizung, die ein anderer Betrieb verlegt hat, betreuen wir nicht; die Verlegepläne und die Einstellwerte liegen dort, wo sie gebaut wurde. Für die Leckortung im Estrich gibt es Betriebe mit Thermografie und Prüfgas. Einen Notdienst, der am Wochenende einen feuchten Fleck im Wohnzimmer aufnimmt, gibt es bei uns nicht. Anlagen, die wir selbst gebaut haben, betreuen wir dagegen weiter.
Wo wir Fußbodenheizungen verlegen
Verlegt wird in Siedlungshäusern in Zehlendorf, in Steglitz und Lankwitz, in Tempelhof mit Mariendorf und im Norden rund um Frohnau. Dazu kommen Altbauwohnungen in Prenzlauer Berg, Wohnungen in Kreuzberg und die Plattenbauten in Marzahn. Im Umland arbeiten wir in Kleinmachnow und Umgebung und in Falkensee vor den Toren Spandaus.
Sagen Sie uns die Quadratmeter und den Zustand des Bodens
Wenn Sie wissen, wie viele Quadratmeter Boden aufgehen und ob darunter ein Estrich oder eine Holzbalkendecke liegt, können wir am Telefon schon das System eingrenzen. Bringen Sie die Angabe mit, welcher Belag darauf soll, dann steht auch die Vorlauftemperatur ungefähr fest. Werktags von 7 bis 17 Uhr erreichen Sie uns unter 030 2192 8018, oder Sie schicken die Maße über das Anfrageformular weiter unten.
