Zum Inhalt springen
Meisterbetriebüber 60 Jahre Heizungsbau in BerlinMo–Fr 7–17 Uhrpersönlich erreichbar
Berliner Heizungsbauer — zur Startseite Berliner Heizungsbauer Meisterbetrieb für Heizungsbau ÜBER 60 JAHRE Meisterbetrieb für Heizungsbau
Luft-Wasser-Wärmepumpe neben einem Einfamilienhaus im Berliner Südwesten
Meisterbetrieb für Heizungsbau

Wärmepumpe: wie viel Kilowatt Ihr Haus braucht

Wir legen Wärmepumpen für Berliner Häuser aus und bauen sie ein. Die Größe kommt aus der Heizlast, nicht aus der Wohnfläche allein. Das Aufmaß im Keller kostet Sie nichts.

Die kurze Antwort: Heizlast plus Warmwasser plus Sperrzeit

Die Größe einer Wärmepumpe ist eine Summe aus drei Posten. Erstens die Heizlast des Hauses am Auslegungspunkt. Zweitens ein Zuschlag für das Warmwasser von 0,2 bis 0,3 Kilowatt je Person. Drittens ein Zuschlag für die Sperrzeiten des Netzbetreibers nach Paragraf 14a EnWG. Für ein Berliner Einfamilienhaus liegt diese Summe erfahrungsgemäß zwischen 6 und 14 Kilowatt.

Die Heizlast überschlagen Sie mit zwei Zahlen: beheizte Wohnfläche mal Kennwert je Baualter. Ein Siedlungshaus von 1928 mit neuen Fenstern und gedämmtem Dach liegt bei 80 bis 100 Watt je Quadratmeter. Ein Haus ab Baujahr 2002 liegt bei 40 bis 50 Watt. Bei 130 Quadratmetern sind das 10,4 bis 13 Kilowatt im einen Fall und 5,2 bis 6,5 Kilowatt im anderen.

Auf diese Heizlast kommen die beiden Zuschläge. Vier Personen im Haus bedeuten rund 1 Kilowatt für das Warmwasser. Zwei Stunden Sperrzeit am Tag bedeuten den Faktor 1,09. Aus 9,6 Kilowatt Heizlast wird so ein Gerät mit 11,6 Kilowatt. Die Tabelle im nächsten Abschnitt hat beide Zuschläge schon eingerechnet.

Wohnfläche und Baualter gegen Gerätegröße

Die Kennwerte sind Erfahrungswerte aus Berliner Bestandsgebäuden, in Watt je Quadratmeter beheizter Fläche. In den Kilowatt-Spalten stecken 1 Kilowatt Warmwasser für vier Personen und der Faktor 1,09 für zwei Stunden Sperrzeit. Gerundet wird auf volle Kilowatt, weil die Geräte in Stufen angeboten werden.

Baualter und Zustand Heizlast in W/m² 100 m² 130 m² 160 m²
Gründerzeit bis 1918, Kastenfenster 120–150 14–17 kW 18–22 kW 22–27 kW
Gründerzeit, Isolierglas, oberste Decke gedämmt 80–110 10–13 kW 12–17 kW 15–20 kW
Siedlungshaus 1919 bis 1948, unsaniert 110–140 13–16 kW 17–21 kW 20–26 kW
Siedlungshaus, Fenster und Dach erneuert 80–100 10–12 kW 12–15 kW 15–19 kW
1949 bis 1968, Zeilen- und Reihenhaus, unsaniert 100–130 12–15 kW 15–20 kW 19–24 kW
1969 bis 1978, unsaniert 80–110 10–13 kW 12–17 kW 15–20 kW
1979 bis 1994, erste Wärmeschutzverordnung 60–80 8–10 kW 10–12 kW 12–15 kW
1995 bis 2001 50–60 7–8 kW 8–10 kW 10–12 kW
ab 2002, Energieeinsparverordnung 40–50 6–7 kW 7–8 kW 8–10 kW

Zwei Häuser mit derselben Fläche liegen also drei Gerätegrößen auseinander. Deshalb ist die Wohnfläche allein nie die Antwort. Wer die Tabelle nutzt, nimmt den Zustand nach der letzten Sanierung, nicht den Zustand bei Bezug.

Warum der Auslegungspunkt zählt und nicht der kälteste Tag

Der Auslegungspunkt ist die Normaußentemperatur nach DIN EN 12831. Für Berlin liegt sie bei rund minus 12 Grad, je nach Postleitzahl leicht abweichend. Dieser Wert ist kein Rekordwert, sondern ein statistisches Mittel der kalten Tage. In einem normalen Winter wird er an wenigen Tagen erreicht, und an den meisten Heiztagen läuft die Anlage mit 30 bis 60 Prozent ihrer Leistung.

Dazu kommt eine zweite Eigenheit der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ihre Leistung hängt von der Außentemperatur ab, weil die Luft die Wärmequelle ist. Die Zahl im Prospekt gilt fast immer für 7 oder 2 Grad Außenluft und 35 Grad Vorlauf. Für die Auslegung zählt die Zeile im Datenblatt, die zur Berliner Kälte passt.

Betriebspunkt Außenluft Leistung eines Beispielgeräts
A7/W35 plus 7 Grad 12,0 kW
A2/W35 plus 2 Grad 10,5 kW
A−7/W35 minus 7 Grad 9,0 kW
A−12/W35 minus 12 Grad 8,2 kW

Ein Gerät, das im Katalog 12 Kilowatt heißt, liefert bei minus 7 Grad also 9 Kilowatt. Genau diese 9 Kilowatt werden gegen die Heizlast gestellt. Der Punkt, an dem beide Kurven sich treffen, heißt Bivalenzpunkt. In Berlin legen wir ihn meist auf minus 5 bis minus 7 Grad. Darunter unterstützt der elektrische Heizstab, und über das Jahr bleiben 95 bis 98 Prozent der Wärme bei der Wärmepumpe.

Der Warmwasserzuschlag

Warmwasser braucht Leistung, aber nicht zur selben Stunde wie die Heizung. Ein Speicher wird geladen, wenn die Heizkreise wenig abnehmen, also nachts oder am Mittag. Deshalb wird der Bedarf nicht voll addiert, sondern mit 0,2 bis 0,3 Kilowatt je Person angesetzt. Für einen Vierpersonenhaushalt sind das 0,8 bis 1,2 Kilowatt.

Die Ladung selbst zieht mehr, erfahrungsgemäß 5 bis 8 Kilowatt für eine halbe bis eine ganze Stunde. Das deckt dieselbe Wärmepumpe ab, weil die Heizung in dieser Zeit aus dem Puffer versorgt wird. Anders liegt der Fall bei zentraler Warmwasserbereitung mit Zirkulation im Mehrfamilienhaus. Dort läuft ständig warmes Wasser im Ring, und dieser Anteil wird eigens gerechnet. Wie sich das bei zwölf oder zwanzig Wohnungen auf die Zentrale auswirkt, steht auf der Seite Heizzentrale für die WEG.

Der Sperrzeitenzuschlag nach Paragraf 14a EnWG

Eine Wärmepumpe ab 4,2 Kilowatt Anschlussleistung wird bei Stromnetz Berlin angemeldet. Sie gilt als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach Paragraf 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf ihren Bezug in Spitzenzeiten auf 4,2 Kilowatt herunterregeln, und Sie zahlen dafür ein reduziertes Netzentgelt. Nach heutigem Stand wird also gedimmt statt abgeschaltet.

Die klassische Auslegung rechnete mit harten Sperrzeiten. Sie teilt die 24 Stunden durch die verbleibenden Betriebsstunden und schlägt den Faktor auf die Heizlast auf. Diese Rechnung steht bis heute in Auslegungsprogrammen, deshalb gehört sie in jedes Angebot, das Sie vergleichen.

Sperrzeit je Tag Rechenfaktor Aus 10 kW Heizlast werden
ohne Sperrzeit 1,00 10,0 kW
2 Stunden 1,09 10,9 kW
4 Stunden 1,20 12,0 kW
6 Stunden 1,33 13,3 kW

Es gibt zwei Wege, diesen Zuschlag abzudecken. Der erste ist ein größeres Gerät, der zweite ein Pufferspeicher, der die Stunden überbrückt. Wir wählen in Berliner Einfamilienhäusern fast immer den Puffer. Er kostet weniger als eine Gerätestufe und hält die Laufzeiten lang. Welche Bauart und wie viele Liter dafür üblich sind, haben wir unter Puffer und Speicher im Keller aufgeschrieben.

Knapp getroffen läuft besser als großzügig gewählt

Ein Gerät, das genau passt, läuft lange und gleichmäßig. Das ist der Betriebszustand, in dem eine Wärmepumpe ihre beste Jahresarbeitszahl erreicht. Der Verdichter startet selten, die Regelung hat Zeit, und die Außeneinheit bleibt leise.

Ein Gerät mehrere Stufen darüber arbeitet anders. Ein Inverter regelt erfahrungsgemäß bis auf 30 bis 40 Prozent seiner Nennleistung herunter, tiefer nicht. Eine 16-Kilowatt-Maschine kommt damit auf 5 bis 6 Kilowatt Mindestleistung. Im Oktober braucht ein saniertes Haus aber nur 3 Kilowatt. Dann taktet das Gerät, also es startet, heizt kurz und schaltet ab.

Dazu kommen die Posten, die mit jeder Stufe mitwachsen. Jedes Kilowatt Mehrleistung kostet in der Anschaffung erfahrungsgemäß 500 bis 1.000 Euro. Der Puffer wird größer, das Fundament breiter, die Anmeldung beim Netzbetreiber nennt eine höhere Leistung. Auch der Schallleistungspegel steigt mit der Gerätegröße, und das ist im Berliner Reihenhausgarten die Zahl, an der die Aufstellung hängt.

Beispiel: Siedlungshaus in Lankwitz, Baujahr 1928

Eine Doppelhaushälfte mit 128 Quadratmetern beheizter Fläche. Fenster 2012 erneuert, Dachschräge 2016 gedämmt, Kellerdecke ohne Dämmung, Gaskessel von 1999 mit 20 Kilowatt. Vier Personen im Haushalt, Gasverbrauch im Mittel der letzten drei Jahre 19.500 Kilowattstunden.

Der Überschlag setzt 80 bis 100 Watt je Quadratmeter an und kommt auf 10,2 bis 12,8 Kilowatt. Das Verbrauchsverfahren rechnet 19.500 mal 0,9 geteilt durch 2.000 Vollbenutzungsstunden und kommt auf 8,8 Kilowatt. Die raumweise Rechnung nach DIN EN 12831 ergibt 9,6 Kilowatt. Der alte Kessel war also gut doppelt so groß wie nötig, was in Berliner Kellern häufig vorkommt.

Jetzt die Zuschläge. Warmwasser für vier Personen mit 0,25 Kilowatt je Person ergibt 1,0 Kilowatt, zusammen 10,6 Kilowatt bei minus 12 Grad. Bei minus 7 Grad braucht das Haus noch 8,9 Kilowatt, weil die Heizlast mit der Temperaturdifferenz sinkt. Gewählt wird das Gerät aus der Tabelle oben, das bei minus 7 Grad 9,0 Kilowatt liefert. Der Sperrzeitenzuschlag wandert in einen Pufferspeicher mit 300 Litern statt in die nächste Gerätestufe.

Die Anlage fährt damit monoenergetisch mit Bivalenzpunkt bei minus 7 Grad. An kälteren Tagen legt der Heizstab mit 6 Kilowatt nach. Für Häuser mit Baujahr um 1930 ist das die übliche Auslegung. Wie die alten Heizkörper dabei mitspielen, zeigt der Beitrag alte Heizflächen an neuer Technik. Wie der Bestand in Lankwitz, Lichterfelde und Steglitz insgesamt aussieht, steht auf der Seite Siedlungshäuser im Südwesten.

Was der Überschlag leistet und wo die raumweise Rechnung anfängt

Der Überschlag aus Fläche und Kennwert trifft die Größenordnung mit rund 30 Prozent Abweichung. Für das erste Telefonat reicht das, für die Bestellung eines Geräts nicht. Er sagt Ihnen, ob Ihr Haus bei 8 oder bei 15 Kilowatt liegt, und mehr soll er auch nicht.

Die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 rechnet jeden Raum für sich: Bauteilflächen, Wärmedurchgang, Fenster, Lüftung, Solltemperatur. Sie liefert die Heizlast je Raum, und erst daraus folgt, ob der vorhandene Heizkörper bei 55 Grad Vorlauf reicht. Sie ist auch die Grundlage für den hydraulischen Abgleich nach Verfahren B. Bei der Wärmepumpe verlangt die Förderstelle sie nach heutigem Stand mit dem Antrag. Was dabei gerechnet wird und welche Unterlagen dafür nötig sind, erklärt die Rechnung Raum für Raum im Einzelnen.

Kurz: Der Überschlag ordnet ein, die raumweise Rechnung legt aus. Beide Zahlen gehören zusammen, und wenn sie weit auseinanderliegen, stimmt eine Annahme über das Haus nicht.

Was an der Kilowattzahl sonst noch hängt

Aus der Gerätegröße folgt der Pufferspeicher mit 20 bis 50 Litern je Kilowatt. Aus ihr folgt die elektrische Anschlussleistung und damit die Anmeldung beim Netzbetreiber. Aus ihr folgt der Schallleistungspegel der Außeneinheit und der Abstand, den sie zur Nachbargrenze braucht. Und aus ihr folgt ein guter Teil des Preises.

Deshalb lohnt die halbe Stunde Rechenarbeit vor der Gerätewahl. Eine Stufe kleiner spart in der Anschaffung 500 bis 1.000 Euro je Kilowatt und im Betrieb jede Stunde, die das Gerät durchläuft statt zu starten. Welche Anlagen wir in Berliner Kellern und Gärten sonst noch aufbauen, zeigt die Übersicht unserer Arbeiten in Berlin. Technik, Bauzeit und Preisspanne der Luft-Wasser-Anlage selbst finden Sie auf Luft-Wasser-Anlagen für Berlin.

Was wir beim Termin messen

Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin nehmen wir auf, was die Rechnung braucht. Baujahr, Sanierungen mit Jahreszahl, Wandstärken, Fenster, beheizte Fläche je Geschoss. Dazu die Heizkörper mit Maßband, die Vorlauftemperatur der alten Anlage und den Verbrauch der letzten drei Jahre. Wir sehen uns den Aufstellort für die Außeneinheit an, den Weg für die Leitungen und den Zählerschrank.

Danach rechnen wir raumweise und wählen das Gerät nach seiner Leistung bei minus 7 Grad. Im Angebot stehen Gerätetyp, Leistung am Auslegungspunkt, Bivalenzpunkt, Puffergröße und der Festpreis. Bei der Wärmepumpe legen wir die Unterlagen für den Zuschuss bei und stellen den Antrag vor Ihrer Unterschrift. Der Einbau dauert im Einfamilienhaus 3 bis 5 Arbeitstage.

Sagen Sie uns Baujahr, Fläche und Personenzahl

Mit diesen drei Angaben und dem Gasverbrauch des letzten Jahres nennen wir Ihnen am Telefon eine Spanne in Kilowatt. Dann wissen Sie, ob Sie über ein Gerät mit 8 oder mit 14 Kilowatt sprechen. Dafür ist die Nummer 030 2192 8018 gedacht, werktags von 7 bis 17 Uhr. Sie können die Zahlen auch über das Formular unten auf der Seite schicken, dann rechnen wir und melden uns mit einem Terminvorschlag.

Inneneinheit einer Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher im Hauswirtschaftsraum

Häufige Fragen

Wie viel Kilowatt braucht eine Wärmepumpe für 150 Quadratmeter?

Das hängt am Baualter, nicht an der Fläche allein. Ein Haus von 1970 ohne Sanierung liegt bei 80 bis 110 Watt je Quadratmeter, also 12 bis 16,5 Kilowatt Heizlast. Mit Warmwasser für vier Personen und zwei Stunden Sperrzeit sind das 14 bis 19 Kilowatt Geräteleistung. Ein Haus ab Baujahr 2002 mit denselben 150 Quadratmetern kommt auf 8 bis 9 Kilowatt.

Im Prospekt stehen 12 Kilowatt, im Angebot 9. Woher kommt der Unterschied?

Die Zahl im Prospekt ist meist die Leistung bei 7 Grad Außenluft und 35 Grad Vorlauf, kurz A7/W35. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gibt bei Kälte weniger ab, weil ihre Quelle kälter wird. Dasselbe Gerät liefert bei minus 7 Grad erfahrungsgemäß 9 Kilowatt. Ausgelegt wird deshalb nach der Leistung bei minus 7 Grad, nicht nach dem Namen im Katalog.

Wie viel Zuschlag braucht das Warmwasser bei vier Personen?

Mit einem Speicher rechnen wir 0,2 bis 0,3 Kilowatt je Person, bei vier Personen also 0,8 bis 1,2 Kilowatt. Der Speicher wird außerhalb der Spitzenlast geladen, meist nachts oder am Mittag. Deshalb wird der Warmwasserbedarf nicht in voller Höhe auf die Heizlast addiert. Im Mehrfamilienhaus mit Zirkulation ist der Anteil größer und wird getrennt gerechnet.

Muss ich wegen Paragraf 14a EnWG ein größeres Gerät nehmen?

Nicht zwingend. Der Netzbetreiber darf die Wärmepumpe in Spitzenzeiten auf 4,2 Kilowatt Netzbezug herunterregeln, und dafür sinkt Ihr Netzentgelt. Die klassische Rechnung schlägt bei zwei Stunden Sperrzeit 9 Prozent auf die Heizlast auf. Wir fangen diese Stunden meist über den Pufferspeicher ab, dann bleibt das Gerät bei seiner Größe.

Was passiert, wenn die Wärmepumpe zu groß ausgelegt ist?

Sie taktet im Übergang: Sie läuft an, erreicht die Temperatur und schaltet nach wenigen Minuten wieder ab. Ein Inverter regelt erfahrungsgemäß bis auf 30 bis 40 Prozent seiner Nennleistung herunter. Ein Gerät mit 16 Kilowatt kommt damit auf 5 bis 6 Kilowatt Mindestleistung, im Oktober braucht das Haus aber 3. Dazu kostet jedes Kilowatt Mehrleistung in der Anschaffung erfahrungsgemäß 500 bis 1.000 Euro.

Wie oft springt der Heizstab an, wenn knapp ausgelegt wird?

Bei einem Bivalenzpunkt von minus 5 bis minus 7 Grad liefert die Wärmepumpe 95 bis 98 Prozent der Jahreswärme allein. Der Heizstab läuft an den Tagen darunter, in Berlin erfahrungsgemäß an 5 bis 15 Tagen im Winter. Bei 18.000 Kilowattstunden Wärme und 30 Cent je Kilowattstunde sind das 110 bis 270 Euro im Jahr. Gegengerechnet wird das mit 500 bis 1.000 Euro je Kilowatt Mehrleistung in der Anschaffung.

Kann ich die Größe aus dem Gasverbrauch ableiten?

Als Plausibilitätsprüfung ja. Jahresverbrauch in Kilowattstunden mal Kesselwirkungsgrad, geteilt durch 1.800 bis 2.100 Vollbenutzungsstunden, ergibt die Heizlast. Bei 19.500 Kilowattstunden und einem Wirkungsgrad von 0,9 sind das rund 8,8 Kilowatt. Der Wert bildet auch das Verhalten der Bewohner ab, deshalb prüfen wir ihn gegen die raumweise Rechnung.

Wie groß muss der Pufferspeicher zu einer 11-Kilowatt-Wärmepumpe sein?

Erfahrungsgemäß rechnen wir 20 bis 50 Liter je Kilowatt Heizleistung. Bei 11 Kilowatt sind das 220 bis 550 Liter, im Altbau mit Heizkörpern eher am oberen Rand. Der Puffer hält die Wärme für die Sperrstunden bereit und sichert dem Gerät lange Laufzeiten. Beim Abtauen der Außeneinheit im Winter holt sich die Wärmepumpe die Wärme ebenfalls von dort.

Welche Größe braucht ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen?

Hier gilt keine Faustformel, sondern eine Rechnung je Objekt. Ein saniertes Gründerzeithaus mit 800 Quadratmetern und 60 Watt je Quadratmeter liegt bei 48 Kilowatt Heizlast. Dazu kommt die zentrale Warmwasserbereitung mit Zirkulation, die getrennt gerechnet wird. Gebaut wird das meist als Kaskade aus zwei Geräten, die zusammen tiefer herunterregeln als eines.

Braucht die Wärmepumpe einen stärkeren Hausanschluss?

Meist reicht der vorhandene. Eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus zieht elektrisch 2 bis 4 Kilowatt, der Heizstab kommt mit 6 bis 9 Kilowatt dazu. Ab 4,2 Kilowatt Anschlussleistung melden wir sie bei Stromnetz Berlin an, zusammen mit der Steuerbarkeit nach Paragraf 14a EnWG. Ist der Zählerplatz zu klein, wird der Zählerschrank getauscht, und das steht vorher im Angebot.

Neu installierte Gas-Brennwertheizung mit Pufferspeicher im Keller eines Berliner Mehrfamilienhauses
Kostenlos und unverbindlich

Ihre neue Heizung in Berlin

Beschreiben Sie kurz Ihr Haus und Ihre jetzige Heizung, oder rufen Sie einfach an. Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin sehen wir uns den Bestand an und nennen Ihnen danach einen Festpreis — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.

030 2192 8018

Mo–Fr 7–17 Uhr

Telefon oder E-Mail — eines von beiden genügt, damit wir uns bei Ihnen melden können.

Mit dem Absenden willigen Sie ein, dass wir Ihre Angaben zur Bearbeitung der Anfrage verwenden. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.