Was der Rechner aus vier Angaben macht
Der Rechner oben auf dieser Seite fragt vier Dinge ab. Die beheizte Wohnfläche in Quadratmetern, das Baujahr, den Sanierungsstand und die Heizung, die heute im Haus arbeitet. Daraus gibt er vier Werte zurück: die geschätzte Heizlast in Kilowatt, zwei passende Systeme, die Preisspanne eingebaut und die Bauzeit in Arbeitstagen. Vier Angaben hinein, vier Werte heraus.
Die Rechnung dahinter ist eine Multiplikation. Wohnfläche mal Watt je Quadratmeter ergibt die Heizlast in Watt. Geteilt durch 1.000 steht sie als Kilowatt da. Der Wert für Watt je Quadratmeter kommt aus Baujahr und Sanierungsstand. Er reicht von 25 Watt im Neubau bis 150 Watt im unsanierten Gründerzeithaus. Dazu addiert der Rechner einen Zuschlag für das Warmwasser.
Ein Beispiel mit Zahlen: 130 Quadratmeter, Baujahr 1965, Fenster und Dach erneuert. Der Kennwert liegt dann bei 80 bis 100 Watt je Quadratmeter. Das sind 10,4 bis 13,0 Kilowatt für die Heizung. Mit dem Warmwasserzuschlag für drei Personen zeigt der Rechner 11 bis 14 Kilowatt. Als Systeme nennt er die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 25.000 bis 45.000 Euro in drei bis fünf Arbeitstagen. Daneben den Gas-Brennwertkessel mit 9.000 bis 16.000 Euro in zwei bis drei Arbeitstagen.
Die Kennwerte je Baualter
Die Tabelle zeigt, mit welchen Werten der Rechner arbeitet. Es sind Erfahrungswerte aus Berliner Bestandsgebäuden, in Watt je Quadratmeter beheizter Fläche. „Fenster und Dach neu" meint Isolierglas und eine gedämmte oberste Geschossdecke oder Dachschräge. „Vollsaniert" meint zusätzlich eine gedämmte Fassade oder Kerndämmung und eine gedämmte Kellerdecke.
| Baujahr | unsaniert | Fenster und Dach neu | vollsaniert | Heizlast 120 m², unsaniert, ohne Warmwasser |
|---|---|---|---|---|
| bis 1918, Gründerzeit | 120–150 W/m² | 90–110 W/m² | 70–90 W/m² | 14–18 kW |
| 1919–1948, Siedlungsbau | 110–140 W/m² | 85–105 W/m² | 65–85 W/m² | 13–17 kW |
| 1949–1968, Zeilen- und Reihenhaus | 100–130 W/m² | 80–100 W/m² | 60–80 W/m² | 12–16 kW |
| 1969–1978 | 80–110 W/m² | 70–90 W/m² | 55–75 W/m² | 10–13 kW |
| 1979–1994, erste Wärmeschutzverordnung | 60–80 W/m² | 55–70 W/m² | 45–60 W/m² | 7–10 kW |
| 1995–2001 | 50–60 W/m² | 45–55 W/m² | 40–50 W/m² | 6–7 kW |
| 2002–2015 | 40–50 W/m² | 40–50 W/m² | 35–45 W/m² | 5–6 kW |
| ab 2016, Neubau | 25–40 W/m² | 25–40 W/m² | 25–40 W/m² | 3–5 kW |
Innerhalb eines Hauses streuen diese Werte stark. Ein Eckzimmer unter dem Dach zieht ein Vielfaches eines Zimmers zwischen zwei beheizten Nachbarräumen. Der Rechner mittelt darüber hinweg, weil er das Haus als Ganzes sieht. Für die Gerätegröße genügt dieser Mittelwert, für die Heizkörper je Raum nicht.
Der Zuschlag für das Warmwasser
Warmwasser braucht Leistung, aber selten zur selben Zeit wie die Heizung. Ein Speicher lädt nach, wenn die Heizlast unten liegt, meist nachts oder am Vormittag. Deshalb addiert der Rechner nur einen kleinen Betrag von 0,2 bis 0,3 Kilowatt je Person. Die Personenzahl fragt er nicht ab. Er setzt eine Person je 40 Quadratmeter an, mindestens zwei und höchstens fünf.
Bei 130 Quadratmetern rechnet er also mit drei Personen und 0,6 bis 0,9 Kilowatt. Wohnen mehr Menschen im Haus, wird der Zuschlag größer. Laufen morgens zwei Duschen gleichzeitig, ändert das weniger die Leistung als die Speichergröße. Im Mehrfamilienhaus mit zentraler Bereitung und Zirkulation gehört das Warmwasser in eine eigene Rechnung.
Was der Sanierungsstand verschiebt
Der Sanierungsstand bewegt das Ergebnis oft stärker als das Baujahr. Ein Gründerzeithaus mit Kastenfenstern liegt bei 120 bis 150 Watt je Quadratmeter. Mit Isolierglas und gedämmter Decke zum Dachboden sind es 90 bis 110. Das ist rund ein Viertel weniger Leistung und im Zweifel eine ganze Gerätegröße.
Der Rechner kennt drei Stufen, weil sich mehr aus vier Feldern nicht sauber ableiten lässt. Wer zwischen zwei Stufen liegt, nimmt die untere und liest die obere Hälfte der Spanne. Eine Kellerdeckendämmung und neue Haustüren bringen zusammen noch einmal 5 bis 10 Watt je Quadratmeter. Fenster allein ohne gedämmtes Dach zählen wir dagegen nur zur Hälfte an, weil die Wärme nach oben entweicht.
Welche zwei Systeme der Rechner vorschlägt
Der Vorschlag hängt an drei Dingen: an der Heizlast, am Baujahr und an der Heizung, die heute im Haus steht. Steht dort ein Ölkessel oder eine Nachtspeicherheizung, nennt der Rechner die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Pelletheizung. Steht dort ein Gaskessel, entscheidet der Kennwert. Bis 100 Watt je Quadratmeter nennt er die Luft-Wasser-Wärmepumpe und den Gas-Brennwertkessel. Darüber nennt er den Gas-Brennwertkessel und die Hybridanlage aus beidem. Bei einer Etagentherme in der Wohnung schlägt er den Tausch 1:1 vor und daneben die Heizzentrale im Keller, wenn das ganze Haus mitzieht.
| System | Einfamilienhaus, eingebaut, brutto | Bauzeit |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Speicher, Hydraulik, Elektro | 25.000–45.000 € | 3–5 Arbeitstage |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde | 35.000–55.000 € | 1–2 Wochen inkl. Bohrung |
| Gas-Brennwertkessel inkl. Speicher, Abgasleitung | 9.000–16.000 € | 2–3 Arbeitstage |
| Gastherme (Etagenheizung) Tausch 1:1 | 4.500–8.500 € | 1–2 Arbeitstage |
| Pelletheizung inkl. Lager und Speicher | 28.000–45.000 € | 4–6 Arbeitstage |
| Hybrid aus Gas-Brennwert und Wärmepumpe | 30.000–50.000 € | 4–6 Arbeitstage |
Zwei Vorschläge stehen da, weil dieselbe Kilowattzahl auf mehreren Wegen zu decken ist. Was für Ihr Haus wirklich passt, hängt am Grundstück, an den Heizkörpern und am Hausanschluss. Wie eine Wärmepumpe für Berliner Häuser ausgelegt und angeschlossen wird, steht auf ihrer eigenen Seite. Welche Anlagen sonst noch infrage kommen, zeigt die Übersicht aller Heizsysteme, die wir bauen.
Preisspanne und Bauzeit im Ergebnis
Die Summen im Ergebnis sind Erfahrungswerte für ein Einfamilienhaus, eingebaut und brutto, Stand September 2026. Sie enthalten Gerät, Speicher, Hydraulik, Elektroarbeiten, Inbetriebnahme und Einweisung. Bei der Wärmepumpe ist der Zuschuss darin noch nicht gegengerechnet. Das machen wir erst im Angebot. Über 30 Kilowatt Heizlast zeigt der Rechner keine Summe mehr, sondern verweist auf den Termin.
Nach oben zieht jeder Posten, den man von außen nicht sieht. Ein Fundament für die Außeneinheit, ein neuer Zählerplatz, eine Kernbohrung durch die Kellerwand, größere Heizkörper in zwei Räumen. Nach unten zieht ein Tausch an gleicher Stelle mit vorhandenen Anschlüssen. Woran die Summe im Einzelnen hängt, haben wir unter Preisspannen für alle Anlagen aufgeschlüsselt.
Die Bauzeit im Ergebnis ist reine Montagezeit im Haus. Planung, Angebot und Lieferzeit der Geräte stehen nicht darin. Zwischen Ihrer Unterschrift und dem ersten Bautag liegen erfahrungsgemäß vier bis zehn Wochen.
Was der Rechner nicht kann
Er rechnet nicht raumweise. Die Heizlast nach raumweiser Berechnung nach DIN EN 12831 nimmt jeden Raum einzeln, mit Bauteilflächen, Wärmedurchgang, Lüftung und Solltemperatur. Erst daraus folgen die Heizkörperauslegung, die Vorlauftemperatur und die Ventileinstellungen für den hydraulischen Abgleich. Der Rechner liefert die Hausnummer, die Norm liefert die Anlage.
Er sieht Ihr Haus nicht. Wo die Außeneinheit stehen kann, wie breit die Kellertür ist, ob der Schornstein noch trägt, wie viel Platz der Zählerschrank hat: davon weiß er nichts. Er kennt auch die Lage im Block nicht, also ob Sie freistehend, im Reihenmittelhaus oder in einer Mittelwohnung sitzen.
Und er ist kein Angebot. Ein Angebot nennt Fabrikat, Typ, Leistung, Speichergröße, Elektroarbeiten und einen Festpreis. Das schreiben wir nach dem Termin vor Ort, und die Summe darin gilt dann.
So prüfen Sie das Ergebnis mit Ihrer Gasrechnung
Es gibt eine zweite Rechnung, die Sie selbst machen können. Nehmen Sie den Jahresverbrauch in Kilowattstunden Gas aus der letzten Abrechnung. Mal 0,9 für den Kesselwirkungsgrad, geteilt durch 2.000 Vollbenutzungsstunden. Bei 22.000 Kilowattstunden sind das rund 9,9 Kilowatt.
Liegt dieses Ergebnis nah an dem des Rechners, ist die Größenordnung bestätigt. Weichen beide um mehr als ein Drittel voneinander ab, hat meist einer der Werte eine Geschichte. Ein sparsamer Winter, ein leerstehendes Obergeschoss oder ein Kaminofen, der mitheizt. Bei Öl rechnen Sie einen Liter mit 10 Kilowattstunden, bei Holzpellets ein Kilogramm mit 4,8.
Drei Berliner Beispiele, durchgerechnet
Ein Reihenhaus in Lankwitz, Baujahr 1965, 130 Quadratmeter, Fenster 2010 erneuert, Dach gedämmt. Der Rechner zeigt 11 bis 14 Kilowatt, Wärmepumpe und Gas-Brennwert, 25.000 bis 45.000 Euro oder 9.000 bis 16.000 Euro. Die raumweise Rechnung ergab in einem solchen Haus zuletzt 11 Kilowatt. Wie der Bestand in diesem Teil der Stadt aussieht, steht bei den Reihenhäusern in Steglitz und Lankwitz.
Eine Gründerzeitwohnung, 95 Quadratmeter, Kastenfenster, Etagentherme von 1997. Der Rechner setzt 120 bis 150 Watt je Quadratmeter an und zeigt 12 bis 15 Kilowatt. Er schlägt die neue Gastherme im Tausch 1:1 vor, 4.500 bis 8.500 Euro in ein bis zwei Arbeitstagen. Weil moderne Thermen für das Warmwasser ohnehin 20 bis 24 Kilowatt bringen, entscheidet hier die Zapfleistung die Gerätegröße.
Ein freistehendes Haus in Karow, Baujahr 1994, 180 Quadratmeter, Ölkessel im Keller. Der Rechner zeigt 12 bis 16 Kilowatt und nennt Luft-Wasser-Wärmepumpe und Pelletheizung. Weil das Grundstück groß ist, kommt am Ende auch die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde in Betracht, 35.000 bis 55.000 Euro in ein bis zwei Wochen. Diese Entscheidung fällt am Grundstück, nicht am Bildschirm.
Was der Termin vor Ort zusätzlich klärt
Der Vor-Ort-Termin kostet nichts und dauert meist eine knappe Stunde. Wir messen auf, was der Rechner nicht wissen kann. Den Aufstellort für die Außeneinheit mit Abstand zur Grundstücksgrenze und zum Schlafzimmerfenster des Nachbarn. Den Abgasweg und den Zustand des Schornsteins. Den Zählerplatz und die Leitungsquerschnitte, dazu die Anmeldung beim Netzbetreiber ab 4,2 Kilowatt Anschlussleistung.
Dann die Heizflächen: Wir messen die Heizkörper mit Bauhöhe, Länge und Typ auf und prüfen, welche Vorlauftemperatur das Haus braucht. Wir sehen uns die Kellertreppe an, weil ein Speicher mit 1.000 Litern ein Kippmaß von rund 2,1 Metern hat. Wir nehmen Warmwasserzapfstellen, Zirkulation und Leitungslängen auf. Und wir notieren, wie die Baustelle beliefert wird, also Zufahrt, Hof und Parken.
Aus diesen Aufnahmen entsteht die raumweise Rechnung und daraus das Angebot mit Festpreis. Was zwischen Angebot und Inbetriebnahme passiert, beschreibt die Seite Heizung tauschen lassen Schritt für Schritt. Der Rechner hat seinen Zweck dann erfüllt: Er hat Ihnen vorher gesagt, in welcher Größenordnung Sie planen.
Die Zahl haben Sie, den Termin machen wir
Sagen Sie uns die drei Zahlen aus dem Rechner: Fläche, Baujahr und das Ergebnis in Kilowatt. Dann sagen wir Ihnen am Telefon, ob die Größenordnung zu dem passt, was wir in vergleichbaren Häusern gebaut haben. Sie erreichen uns werktags von 7 bis 17 Uhr unter 030 2192 8018. Über das Formular unten auf der Seite geht es genauso. Schreiben Sie die vier Angaben hinein, dann schlagen wir einen Termin für das Aufmaß vor.
