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Bohrgerät bei der Erdsondenbohrung auf einem Grundstück
Meisterbetrieb für Heizungsbau

Erdwärmepumpe mit Erdsonde in Berlin

Wir bauen Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonde in Berliner Gärten. Mit Bohrung liegt eine Anlage im Einfamilienhaus meist bei 35.000 bis 55.000 Euro.

Die Anfrage läuft in 6 Schritten. Eine Option wählen Sie mit der Eingabetaste oder der Leertaste; danach öffnet sich der nächste Schritt.

Schritt 1 von 6
Welches System soll es werden?

Wählen Sie, was Ihrem Vorhaben am nächsten kommt. Ob es wirklich passt, klären wir vor Ort.

Um welches Objekt geht es?

Eine grobe Einordnung genügt. Die Heizlast rechnen wir später.

Was heizt heute?

Mehrfachauswahl, falls es mehrere Anlagen gibt.

Was ist Ihnen am wichtigsten?

Nur als Richtung. Die Abwägung machen wir gemeinsam.

Wann soll es losgehen?

Damit wir wissen, wie wir planen.

Wohin dürfen wir antworten?

Wir melden uns und machen einen Termin für die Bestandsaufnahme vor Ort, meist innerhalb eines Werktags.

Telefon oder E-Mail — eines von beiden genügt, damit wir uns bei Ihnen melden können.

Oder rufen Sie an: 030 2192 8018, Mo–Fr 7–17 Uhr

Wie tief gebohrt wird und wie viele Sonden nötig sind

Für ein Berliner Einfamilienhaus bohren wir in der Regel eine oder zwei Sonden, jede 80 bis 99 Meter tief. Die Zahl der Meter folgt aus der Heizlast. Aus jedem Bohrmeter holt die Sonde im Berliner Untergrund erfahrungsgemäß 40 bis 60 Watt. Wo Sand und Kies Grundwasser führen, liegt der Wert oben, in trockenem Geschiebemergel unten. Die Werte stammen aus der VDI 4640, und die Feinplanung macht das Bohrunternehmen mit den Schichten Ihres Grundstücks.

Die Rechnung dahinter ist kurz. Dem Erdreich entzieht die Wärmepumpe rund drei Viertel der Wärme, die später im Haus ankommt. Das letzte Viertel steuert der Strom für den Verdichter bei. Ein Haus mit 10 Kilowatt Heizlast braucht also etwa 7,5 Kilowatt aus dem Boden. Bei 50 Watt je Meter sind das 150 Sondenmeter, verteilt auf zwei Bohrungen von je 75 Metern.

Warum 99 Meter und nicht 130: Ab 100 Meter Tiefe fällt eine Bohrung unter das Bundesberggesetz und ist nach Paragraf 127 bei der Bergbehörde anzuzeigen. Deshalb bleibt in Berlin fast jede Erdwärmesonde knapp darunter. Mehr Leistung holen wir über eine zweite oder dritte Bohrung, nicht über mehr Tiefe. Die Bohrlöcher haben 15 bis 18 Zentimeter Durchmesser, in ihnen steckt eine Doppel-U-Sonde aus Kunststoffrohr.

Heizlast des Hauses Entzug aus dem Erdreich Sondenmeter gesamt Übliche Aufteilung
6 kW rund 4,5 kW 75 bis 110 m 1 Sonde, 80 bis 99 m
8 kW rund 6 kW 100 bis 150 m 1 Sonde mit 99 m oder 2 mal 60 m
10 kW rund 7,5 kW 125 bis 190 m 2 Sonden, je 65 bis 95 m
12 kW rund 9 kW 150 bis 225 m 2 Sonden, je 75 bis 99 m
15 kW rund 11 kW 185 bis 280 m 3 Sonden, je 65 bis 95 m
20 kW rund 15 kW 250 bis 375 m 3 bis 4 Sonden

Die Spanne in der dritten Spalte ist der Unterschied zwischen 40 und 60 Watt je Meter. Welcher Wert für Ihr Grundstück gilt, zeigt die erste Bohrung, und danach wird die zweite angepasst. Woher die Heizlast in der ersten Spalte kommt, beschreibt unser Ratgeber dazu, wie die Heizlast raumweise gerechnet wird.

Was Ihr Grundstück für die Bohrung hergeben muss

Der Platzbedarf ist kleiner, als viele erwarten. Zwischen zwei Sonden halten wir nach VDI 4640 mindestens 6 Meter Abstand, damit sich die Bohrungen im Winter nicht gegenseitig auskühlen. Zur Grundstücksgrenze sind 3 Meter üblich, zum Haus und zu erdverlegten Leitungen 2 Meter. Für zwei Sonden genügt damit ein freier Streifen von etwa 6 mal 12 Metern im Garten oder im Hof.

Die eigentliche Frage ist die Zufahrt. Ein übliches Bohrgerät auf Raupen ist rund 2,5 Meter breit und braucht eine Arbeitsfläche von etwa 6 mal 10 Metern. Für enge Reihenhausgärten gibt es Kleinbohrgeräte ab 1,2 Meter Breite, die durch eine Hofdurchfahrt oder ein breites Gartentor fahren. Dazu kommen ein Stellplatz für den Container mit dem Bohrgut und ein Wasseranschluss für die Spülung.

Was nach der Baustelle bleibt, ist wenig. Die Sondenköpfe sitzen in einem Verteilerschacht oder gleich im Keller. Die Horizontalleitungen liegen frostfrei in 1,0 bis 1,5 Metern Tiefe und führen zur Hauseinführung. Rasen, Wege und Pflaster stellen wir wieder her, und über dem Bohrloch bleibt keine Fläche gesperrt.

Auf großen Grundstücken im Umland ist der Flächenkollektor die zweite Bauart. Er liegt in 1,2 bis 1,5 Metern Tiefe und nimmt etwa die eineinhalb- bis zweifache Fläche der beheizten Wohnfläche ein. In Falkensee, Bernau oder am Rand von Mahlsdorf ist das oft die einfachere Baustelle, weil der Bagger schneller arbeitet als der Bohrer.

Wie die Sole-Wasser-Wärmepumpe arbeitet

In der Sonde zirkuliert Sole, also Wasser mit Frostschutzmittel, frostsicher bis etwa minus 15 Grad. Sie nimmt im Boden Wärme auf und gibt sie oben im Keller an den Verdampfer ab. Ab etwa zehn Metern Tiefe liegt das Erdreich in Berlin ganzjährig bei 10 bis 12 Grad, ohne Wetter und ohne Jahreszeit. Je 100 Meter Tiefe kommen rund 3 Grad dazu.

Der Verdichter hebt dieses Niveau auf die Temperatur, die Ihre Heizflächen brauchen. Weil die Quelle im Februar so warm ist wie im Oktober, arbeitet die Anlage das ganze Jahr auf demselben Niveau. Im Berliner Bestand erreichen Sole-Wasser-Anlagen erfahrungsgemäß eine Jahresarbeitszahl von 4,0 bis 5,0. Aus einer Kilowattstunde Strom werden dann vier bis fünf Kilowattstunden Wärme.

Die Technik steht vollständig im Haus: Wärmepumpe, Pufferspeicher, Warmwasserspeicher und die Solepumpe stehen im Keller oder im alten Tankraum. Der Platzbedarf entspricht etwa dem eines Brennwertkessels mit Speicher. Welche Größen für Heizung und Warmwasser üblich sind, haben wir auf der Seite zu Puffer- und Warmwasserspeichern mit Litern je Kilowatt aufgeschrieben.

Im Sommer kann dieselbe Sonde kühlen. Eine Pumpe schickt die kühle Sole über einen Wärmetauscher durch die Fußbodenheizung, der Verdichter bleibt dabei aus. Diese passive Kühlung drückt die Raumtemperatur um zwei bis drei Grad und kostet nur den Strom der Pumpe. Gleichzeitig lädt die abgeführte Wärme das Erdreich für den Winter wieder auf.

Wie hoch der Vorlauf sein muss, entscheidet über die Jahresarbeitszahl. Eine Fußbodenheizung mit 35 Grad ist der Idealfall, Heizkörper mit 50 bis 55 Grad sind im Berliner Bestand die Regel. Wir rechnen beim Termin für jeden Raum nach, welche Temperatur der vorhandene Heizkörper am kältesten Tag braucht. Zwei oder drei zu kleine Heizkörper tauschen wir, der Rest bleibt hängen.

Erlaubnis, Bohranzeige und Schutzgebiete

Eine Erdwärmesonde durchfährt das Grundwasser, deshalb braucht sie eine wasserrechtliche Erlaubnis nach den Paragrafen 8 und 9 des Wasserhaushaltsgesetzes. Erteilt wird sie von der Berliner Wasserbehörde. Den Antrag stellt der Bauherr, also Sie als Eigentümer. Die Unterlagen arbeiten wir und das Bohrunternehmen zu, von Lageplan und Sondenzahl über die geplante Tiefe bis zur Art der Sole.

Dazu kommt die Bohranzeige nach Paragraf 49 des Wasserhaushaltsgesetzes. Sie geht mindestens einen Monat vor dem ersten Bohrmeter an die Behörde. Nach der Bohrung liefert das Bohrunternehmen ein Schichtenverzeichnis an die Landesgeologie. Weil von der Antragstellung bis zur Erlaubnis erfahrungsgemäß 4 bis 12 Wochen vergehen, ist dieser Schritt der erste im Zeitplan.

Wo gebohrt werden darf, zeigt die Erdwärmekarte des Berliner Umweltatlas Straße für Straße. Rund um die Wasserwerke in Tegel, Beelitzhof, Kaulsdorf oder Friedrichshagen liegen große Wasserschutzgebiete. In deren inneren Zonen I und II gilt ein Bohrverbot, in Zone III ist die Sonde mit Auflagen möglich. Eine häufige Auflage ist Propylenglykol als Frostschutz statt Ethylenglykol. Liegt Ihre Adresse in einer gesperrten Zone, planen wir eine Wärmepumpe mit Außeneinheit, und die bringt Ihr Haus genauso auf Temperatur.

Unter Berlin trennt eine Tonschicht aus dem Oligozän, der Rupelton, das genutzte Süßwasser vom salzhaltigen Tiefenwasser. Wo sie durchgehend liegt, ist die Bohrung bis 99 Meter unkritisch. In den eiszeitlichen Rinnen fehlt sie stellenweise, und dort gibt die Behörde eine geringere Tiefe vor. Das ist keine Überraschung auf der Baustelle, sondern steht vor dem Angebot fest.

Schritt Wer erledigt ihn Vorlauf
Wasserrechtliche Erlaubnis nach Paragraf 8 und 9 WHG Bauherr beantragt, wir und das Bohrunternehmen liefern zu 4 bis 12 Wochen
Bohranzeige nach Paragraf 49 WHG Bohrunternehmen mindestens 1 Monat vor der Bohrung
Schichtenverzeichnis an die Landesgeologie Bohrunternehmen nach der Bohrung
Antrag auf den Zuschuss für die Wärmepumpe wir, vor Ihrer Unterschrift 4 bis 8 Wochen
Anmeldung der Wärmepumpe bei Stromnetz Berlin wir vor dem Elektroanschluss

Erdwärme im Berliner Bestand

Am häufigsten setzen wir Sonden in den Villengebieten im Südwesten. In Dahlem, Nikolassee und Zehlendorf stehen Häuser mit 200 bis 400 Quadratmetern auf Grundstücken ab 800 Quadratmetern. Im Keller arbeitet dort oft noch ein Ölkessel mit einem Tank von 5.000 Litern. Dort sind 3 bis 4 Sonden kein Platzproblem, und der freie Tankraum nimmt Wärmepumpe und Speicher auf. Ähnlich liegt der Fall in den Villenkolonien in Frohnau und Hermsdorf.

Im Siedlungs- und Einfamilienhaus der sechziger bis achtziger Jahre geht es um 8 bis 12 Kilowatt Heizlast, also um ein bis zwei Sonden. Der Garten hinter dem Haus reicht dafür fast immer, sobald das Bohrgerät um das Haus herumkommt. In Doppelhäusern klären wir vorher, wo die Grenze läuft und wo der Nachbar seine Leitungen liegen hat.

Im Reihenhaus mit schmalem Garten ist die Sonde eine Frage der Zufahrt. Mit einem Kleinbohrgerät von 1,2 Metern Breite und einer einzigen Bohrung von 99 Metern sind Häuser bis etwa 8 Kilowatt gut versorgt. Weil keine Außeneinheit gebraucht wird, bleibt der Abstand zum Nachbarn eine reine Grenzfrage.

Im Mehrfamilienhaus und im Gewerbe wird aus der einzelnen Sonde ein Sondenfeld. Sechs bis zwölf Bohrungen im Hof oder unter dem Stellplatz versorgen eine Wärmepumpen-Kaskade im Keller. Der Hof muss dafür einmal frei geräumt werden, und die Bohrungen laufen in zwei bis drei Wochen durch. Wie so ein Umbau in einem Haus mit mehreren Wohnungen abläuft, von der Versammlung bis zur Übergabe, steht dort im Detail.

Was eine Erdwärmepumpe in Berlin kostet

Erfahrungswerte für ein Einfamilienhaus, eingebaut und brutto, Stand September 2026, und kein Angebot. Wo Ihr Haus in der Spanne liegt, entscheiden die Sondenmeter, der Zählerschrank und die Heizkörper.

Posten Einfamilienhaus, eingebaut, brutto Bauzeit
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde, komplett 35.000 bis 55.000 Euro 1 bis 2 Wochen inkl. Bohrung
davon Bohrung mit Sonde und Verpressung 60 bis 100 Euro je Bohrmeter 1 bis 3 Tage
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Speicher, Hydraulik, Elektro 25.000 bis 45.000 Euro 3 bis 5 Arbeitstage
Pufferspeicher 500 bis 1.000 Liter 2.500 bis 6.000 Euro 1 Arbeitstag

Bei 150 Sondenmetern liegt die Bohrung damit bei 9.000 bis 15.000 Euro. In der Gesamtspanne stecken außerdem Wärmepumpe und Speicher, die Solepumpe mit Verteiler, die Horizontalleitungen, der Elektroanschluss bis zum Zählerschrank sowie Inbetriebnahme und hydraulischer Abgleich. Nach oben ziehen ein Sondenfeld mit drei oder vier Bohrungen, ein neuer Zählerschrank und die Stilllegung eines Öltanks. Wie sich diese Posten bei anderen Anlagen verteilen, zeigt unsere Aufstellung zu den Preisspannen der Heizsysteme.

Zuschuss für die Wärmepumpe mit Erdsonde

Für die Wärmepumpe gibt es nach heutigem Stand 30 Prozent Grundförderung aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude, beantragt als KfW-Zuschuss 458. Weil die Sonde die Wärme aus dem Erdreich holt, kommt für diese Wärmepumpe der Effizienzbonus von 5 Prozent dazu. Wer selbst im Haus wohnt und eine funktionsfähige Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung ersetzt, bekommt für die Wärmepumpe weitere 20 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus. Bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro kommen für die Wärmepumpe noch einmal 30 Prozent Einkommensbonus dazu.

Gedeckelt ist der Zuschuss für die Wärmepumpe bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese Kosten betragen 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, 15.000 Euro je weitere bis zur sechsten und 8.000 Euro ab der siebten. Ein Rechenbeispiel: Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für 45.000 Euro, im Haus ein 25 Jahre alter Gaskessel, der Eigentümer wohnt selbst darin. Aus 30 plus 20 plus 5 Prozent werden 55 Prozent von 30.000 Euro, also 16.500 Euro Zuschuss für die Wärmepumpe. Der Eigenanteil liegt dann bei 28.500 Euro.

Den Antrag für die Wärmepumpe stellen wir, bevor Sie unterschreiben, denn diese Reihenfolge verlangt die Förderstelle. Im Angebot steht die Rechnung mit den Sätzen, die am Tag des Antrags gelten. Welche Nachweise für die Wärmepumpe zum Antrag gehören und wie die Auszahlung läuft, haben wir im Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung Schritt für Schritt notiert.

Von der Erlaubnis bis zur Inbetriebnahme

Der erste Termin bei Ihnen im Haus kostet nichts. Wir sehen uns den Keller an, messen die Heizkörper auf, prüfen den Zählerschrank und gehen mit Ihnen durch den Garten. Dabei klären wir Zufahrt, Abstände und die Lage der Leitungen im Boden. Ein paar Tage später liegt das Angebot mit Sondenzahl, Bohrmetern und Festpreis auf dem Tisch.

Sagen Sie zu, beginnt der Papierweg: Antrag auf die wasserrechtliche Erlaubnis, Antrag auf den Zuschuss für die Wärmepumpe, Anmeldung bei Stromnetz Berlin. Diese Phase dauert erfahrungsgemäß 8 bis 16 Wochen, und in dieser Zeit heizt Ihre alte Anlage weiter. Erst danach rückt das Bohrgerät an.

Auf der Baustelle sind es 1 bis 2 Wochen. Die Bohrung läuft an 1 bis 3 Tagen, danach werden die Sonden verpresst, abgedrückt und gespült. Es folgen der Graben für die Horizontalleitungen, der Verteiler und die Hauseinführung. In der zweiten Woche stehen Wärmepumpe, Speicher und Hydraulik im Keller, dann kommen Elektro, Befüllung, Inbetriebnahme und der hydraulische Abgleich. Ohne Heizung sind Sie dabei meist 1 bis 2 Tage. Wie sich solche Tage bei einem Tausch ohne Bohrung aneinanderreihen, zeigt der Ratgeber zu den Tagen eines Heizungstauschs.

Worauf wir bei der Sonde achten

Der häufigste Planungsfehler ist eine zu knappe Sondenlänge. Dann sinkt die Soletemperatur über die Jahre, die Jahresarbeitszahl fällt, und im Februar reicht die Quelle nicht mehr. Wir rechnen deshalb mit dem unteren Entzugswert und legen die Sonde auf die volle Heizlast des Hauses aus. Ein paar Meter mehr im Bohrloch sind billiger als jede spätere Nachbesserung.

Der zweite Punkt ist die Verpressung. Das Bohrloch wird von unten nach oben mit einer Bentonit-Zement-Suspension verfüllt, damit die Grundwasserstockwerke getrennt bleiben und die Sonde vollen Kontakt zum Gestein hat. Danach gehören Druckprobe, Spülung und eine Durchflussmessung jedes Sondenkreises dazu. Laufen mehrere Sonden parallel, werden sie am Verteiler gleichmäßig eingestellt, sonst trägt die kürzeste die Hauptlast.

Der dritte Punkt ist die Anlage im Haus. Die Solepumpe legen wir nach dem tatsächlichen Druckverlust aus, weil sie das ganze Jahr mitläuft. Der Pufferspeicher bekommt seine Anschlüsse so, dass die Schichtung hält. Und das Warmwasser legen wir auf 50 bis 55 Grad aus, damit die Wärmepumpe in ihrem günstigen Bereich bleibt.

Bohrunternehmen, Behörde, Netzbetreiber: wer welchen Teil übernimmt

Die Bohrung führt ein zugelassenes Bohrunternehmen aus, das die Qualifikation nach DVGW W 120-2 nachweist. Es bringt Gerät, Sonde, Verpressmaterial und die Bohranzeige mit. Die wasserrechtliche Erlaubnis beantragen Sie als Bauherr. Die Unterlagen dafür bereiten wir vor, sodass Sie nur noch unterschreiben. Reicht der Hausanschluss für die Wärmepumpe nicht, verstärkt ihn Stromnetz Berlin, und ein Öltank wird von einem Tankschutzbetrieb stillgelegt.

Wir selbst bauen neue Heizungen und tauschen alte aus. Welche Anlagen dazugehören, zeigt die Übersicht unserer Heizsysteme. Was wir aufgebaut haben, warten und reparieren wir auch. Eine fremde Sole-Wasser-Anlage lassen wir dagegen bei dem Betrieb, der ihre Sonde ausgelegt und ihre Regelung eingestellt hat. Für eine Störung am Sonntagabend gibt es bei uns keinen Bereitschaftsdienst.

Wo wir Erdwärmeanlagen bauen

Gebohrt wird vor allem dort, wo Grundstücke und Gärten groß sind. Im Südwesten sind das Dahlem, Nikolassee und Lichterfelde, im Norden Frohnau und Hermsdorf. Im Osten kommen Mahlsdorf und Kaulsdorf sowie Köpenick mit Müggelheim dazu. Im Umland kommen Kleinmachnow und der Rand von Teltow dazu, dort oft mit Flächenkollektor statt Sonde. Wo die Erdwärmekarte eine Schutzzone ausweist, planen wir stattdessen die Anlage mit Außeneinheit, und auch die kommt ohne Gas aus.

Zwei Zahlen sagen, ob die Sonde in Ihren Garten passt

Nennen Sie uns die Wohnfläche und den Verbrauch des letzten Jahres, dann schätzen wir die Sondenmeter am Telefon ab. Ob das Bohrgerät um Ihr Haus herumkommt, klären wir beim Termin im Garten. Sie erreichen uns unter 030 2192 8018, werktags von 7 bis 17 Uhr. Wer die Zahlen lieber schreibt, nutzt das Formular unten auf der Seite und bekommt am nächsten Werktag einen Rückruf.

Freistehendes Haus mit großem Grundstück im Berliner Südwesten

Häufige Fragen

Wie tief muss die Erdsonde für ein Einfamilienhaus gebohrt werden?

In Berlin liegen die Sonden meist zwischen 80 und 99 Metern. Wie viele Meter Ihr Haus braucht, folgt aus der Heizlast: Aus jedem Bohrmeter kommen im Berliner Untergrund erfahrungsgemäß 40 bis 60 Watt. Ein Haus mit 10 Kilowatt Heizlast braucht rund 150 Sondenmeter, also zwei Bohrungen von je 75 Metern. Über 100 Meter Tiefe kommt die Bergbehörde ins Spiel, deshalb setzen wir lieber eine zweite Sonde daneben.

Wie groß muss mein Grundstück für eine Erdsonde sein?

Kleiner, als die meisten denken. Zwischen zwei Sonden halten wir 6 Meter Abstand, zur Grundstücksgrenze 3 Meter und zum Haus 2 Meter. Für zwei Sonden genügt damit ein freier Streifen von rund 6 mal 12 Metern. Wichtiger als die Fläche ist die Zufahrt für das Bohrgerät, und dafür gibt es Raupengeräte ab 1,2 Meter Breite.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Erdsonde in Berlin?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde liegt im Einfamilienhaus erfahrungsgemäß bei 35.000 bis 55.000 Euro brutto, eingebaut und mit Bohrung. Die Bohrung selbst kostet mit Sonde und Verpressung rund 60 bis 100 Euro je Bohrmeter. Bei 150 Metern sind das 9.000 bis 15.000 Euro. Was Ihr Grundstück verlangt, steht nach dem Termin als Festpreis im Angebot.

Wer beantragt die wasserrechtliche Erlaubnis für die Bohrung?

Den Antrag stellt der Bauherr, also Sie als Eigentümer des Grundstücks. Die Unterlagen dafür bekommen Sie von uns und vom Bohrunternehmen: Lageplan, Sondenzahl, geplante Tiefe, Entzugsleistung und die Angaben zur Anlage. Die Bohranzeige nach Paragraf 49 des Wasserhaushaltsgesetzes übernimmt das Bohrunternehmen, mindestens einen Monat vor dem ersten Bohrmeter. Von der Antragstellung bis zur Erlaubnis vergehen erfahrungsgemäß 4 bis 12 Wochen.

Darf in einem Berliner Wasserschutzgebiet gebohrt werden?

Das hängt von der Zone ab. In den inneren Zonen I und II der Schutzgebiete rund um die Wasserwerke in Tegel, Beelitzhof, Kaulsdorf oder Friedrichshagen gilt ein Bohrverbot. In Zone III ist die Sonde mit Auflagen möglich, etwa mit Propylenglykol als Sole. In der Erdwärmekarte des Berliner Umweltatlas steht, welche Zone für Ihre Adresse gilt und wie tief dort gebohrt werden darf. Den Blick hinein machen wir vor dem Angebot.

Wie lange dauert der Einbau einer Erdwärmeanlage?

Auf der Baustelle sind es 1 bis 2 Wochen. Die Bohrung dauert 1 bis 3 Tage, danach folgen Horizontalleitungen, Verteiler, Inneneinheit, Speicher, Elektro und Inbetriebnahme. Ohne Heizung sind Sie davon meist 1 bis 2 Tage. Vor dem ersten Bohrmeter liegen allerdings die Erlaubnis und der Förderantrag für die Wärmepumpe, und dafür rechnen wir mit 8 bis 16 Wochen.

Wie viel Zuschuss gibt es für die Wärmepumpe mit Erdsonde?

Für die Wärmepumpe gibt es nach heutigem Stand 30 Prozent Grundförderung, dazu 5 Prozent Effizienzbonus, weil die Sonde die Wärme aus dem Erdreich holt. Wer selbst im Haus wohnt und eine funktionsfähige Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung ersetzt, bekommt für die Wärmepumpe weitere 20 Prozent. Gedeckelt ist der Zuschuss für die Wärmepumpe bei 70 Prozent von 30.000 Euro förderfähigen Kosten der ersten Wohneinheit. Bei 55 Prozent sind das 16.500 Euro, und wir stellen den Antrag, bevor Sie unterschreiben.

Wie viel Strom braucht eine Sole-Wasser-Wärmepumpe im Jahr?

Im Berliner Bestand erreichen Sole-Wasser-Anlagen erfahrungsgemäß eine Jahresarbeitszahl von 4,0 bis 5,0. Aus einer Kilowattstunde Strom werden dann vier bis fünf Kilowattstunden Wärme. Ein Haus mit 18.000 Kilowattstunden Wärmebedarf im Jahr kommt damit auf 3.600 bis 4.500 Kilowattstunden Strom. Den größten Einfluss hat die Vorlauftemperatur, deshalb prüfen wir jeden Heizkörper einzeln.

Geht eine Erdsonde auch im Reihenhaus mit kleinem Garten?

Oft ja. Ein Haus mit 8 Kilowatt Heizlast kommt mit einer einzigen Sonde von 99 Metern aus, und die braucht ein Bohrloch von 18 Zentimetern Durchmesser. Das Kleinbohrgerät fährt durch eine Hofdurchfahrt oder ein breites Gartentor. Ob Abstand zur Grenze, Leitungen im Boden und Zufahrt zusammenpassen, sehen wir beim Termin in einer Viertelstunde.

Warten Sie eine vorhandene Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Nur, wenn wir sie selbst gebaut haben. Bei einer fremden Anlage kennen wir weder die Auslegung der Sonde noch die Einstellungen der Regelung, und beides gehört zusammen. Der Betrieb, der die Anlage aufgestellt hat, hat diese Unterlagen. Steht dagegen der Tausch des ganzen Wärmeerzeugers an, sind wir die richtige Adresse, und die vorhandene Sonde messen wir vorher durch.

Neu installierte Gas-Brennwertheizung mit Pufferspeicher im Keller eines Berliner Mehrfamilienhauses
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